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Daytrading als Beruf?

Daytrading kann als Beruf ein hohes Einkommen bei freier Zeiteinteilung generieren. Dieser Chance stehen allerdings Risiken gegenüber. Als Voraussetzung müssen die Interessenten hohe Kenntnisse und einen gewissen Kapitalstock mitbringen.

Wie sind die Erfolgsaussichten beim Daytrading als Beruf?

Es ist möglich, dass Daytrader über längere Phasen eher Geld verlieren als gewinnen. Das passiert vornehmlich Einsteigern, welche die Thematik unterschätzt haben. Gerade Menschen mit hoher Bildung, aus der vormals ein gutes Einkommen resultierte, können sich nicht vorstellen, an
der Börse zu scheitern. Das ist jedoch möglich, wenn die falschen Regeln angewendet werden. Es gibt erfolgreiche Taktiken für das Daytrading, man muss sie nur kennen. Viele der publizierten Weisheiten stimmen einfach nicht und können bei ihrer Anwendung Geld vernichten. Der Einstieg in das Daytrading sieht daher anders aus, als es sich die meisten Neulinge vorstellen. Doch prinzipiell – so lautet schließlich die Fragestellung – sind die Erfolgsaussichten bei vernünftiger Herangehensweise sehr hoch. Wie viel Geld in der Praxis verdient wird, hängt auch von der Kumulation des anfänglichen Kapitals ab. Es gibt Daytrader, die permanent mit einem gleichmäßigen Kapitalstock handeln, genannt werden Summen zwischen rund 10.000 bis 30.000 Euro. Ihre Gewinne entnehmen sie, die Einsätze erhöhen sie kaum. Diese Trader werden eine mittlere vierstellige bis niedrige fünfstellige Summe pro Monat verdienen, mehr ist nicht möglich. Andere, sehr mutige Trader erhöhen die Einsätze und bringen es tatsächlich mit Daytrading zum Millionär. Warum das nicht selbstverständlich ist, soll weiter unten erläutert werden.

Einsteigerregeln für hauptberufliche Daytrader

Daytrader benötigen wie alle Trader eine bewährte Strategie, die nachweislich über längere Zeit erfolgreich ist. Längere Zeit bedeutet, dass mit den angewendeten Regeln über mindestens ein bis zwei Jahre Geld zu verdienen war. Warum ist das so? Nun, es gibt einige mechanische Handelssysteme wie beispielsweise das Trendtrading, bei dem bei neuen Hochs Kaufpositionen, bei neuen Tiefs Verkaufspositionen eingegangen werden. Das kann mit bestimmten Werten über einige Zeit funktionieren, doch unweigerlich versagen solche simplen Systeme irgendwann – um vielleicht ein bis zwei Jahre später wieder zu funktionieren. Erfolgreiche Daytrader wenden mehrere Systeme abwechselnd bei mehreren Werten an. Als Faustregel gilt die Beobachtung von etwa einem Dutzend Assets, von denen täglich drei bis vier aktiv gehandelt werden. Dabei handeln diese erfolgreichen Daytrader nicht nur Trends, sondern auch Break-outs, Reversals und komplexe Hedging-Systeme. Da so etwas niemand von heute auf morgen lernt, müssen angehende Daytrader zwingend etwas Geld für ihren Lebensunterhalt besitzen und sich auf eine Lernphase von wenigstens drei bis sechs Monaten einstellen. Hierbei können sie virtuell traden und täglich wenig echtes Geld für einige Trades einsetzen. Sie müssen sich auch nicht unbedingt nur auf das Daytrading beschränken, einige Positionen können über Tage und Wochen im Portfolio bleiben. Allerdings ist zu beachten, dass es zwischen dem Positionstrading und dem Daytrading einige sehr gravierende Unterschiede gibt. Trotzdem wird empfohlen, auf Sparflamme einige Aktien beziehungsweise schwach gehebelte Derivate auf Aktien im Positionstrading zu handeln, um ein Gefühl für das Trading mit echtem Geld zu bekommen.

Der Übergang zum erfolgreichen Daytrading

Erfolgreiches Daytrading bedeutet, dass nahezu täglich Gewinne entstehen. Bestenfalls alle sieben bis zehn Tage geht ein erfolgreicher Daytrader tatsächlich mit einem Verlust aus dem Handel. Das ist jedoch keine zwingende Regel, es entspricht nur dem üblichen menschlichen Verhalten: Wir wollen am Abend den Lohn für unsere Arbeit sehen. Es ist auch möglich, dass ein Daytrader nur alle zwei Tage einen Trade eingeht, drei bis vier Mal wenig verliert und dann einmal sehr viel gewinnt. Solche Systeme können ungeheuer erfolgreich sein, allerdings brauchen diese Trader sehr viel Nerven und werden nicht wagen, ihre Einsätze zu erhöhen beziehungsweise anfangs vollständig zu kumulieren. Das machen eher die Trader mit gleichmäßigen, täglichen Gewinnen. Wie hoch die Gewinne sind, ist zunächst nicht entscheidend. Wenn das mit virtuellem Trading gelingt, können die Aspiranten echtes Geld beim Daytrading einsetzen. Das bedeutet, dass sie eine Position morgens eröffnen und vor Börsenschluss schließen. Dabei setzen moderne Daytrader gehebelte Derivate auf Indizes, Edelmetalle, Öl und Forexwerte ein. Diese Werte sollten bei höherem Kapitaleinsatz nicht über Nacht gehalten werden, es drohen Gaps (Kurslücken), durch welche ein Totalverlust entstehen könnte. Das ist auch der Unterschied zum oben beschriebenen Positionstrading. Natürlich können und werden auch Daytrader gelegentlich einen CFD oder Knock-out auf den Dax über Nacht halten, aber nur einen Bruchteil der Position, die tagsüber eingebucht wurde. Diese Position müsste auch sehr gut im Gewinn stehen, um das Risiko eines gegenläufigen Gaps einzugehen. Es erschließt sich aus dieser Vorgehensweise, dass Daytrading als Beruf nicht von heute auf morgen erfolgreich sein kann.

Ein Artikel von Tom Abendroth. ​

Tom Abendroth ist aktiver Trader und betreibt das Brokervergleichs-Portal http://www.online-broker-vergleich.info/.

 

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