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Brandschutz

Werden Brände genauer analysiert, wird eines ganz deutlich: Würden sich die Verantwortlichen an die geltenden Vorschriften zum Brandschutz halten oder auch mehr Sorgfalt und Vorsicht walten lassen, könnten Schäden verhindert oder zumindest in ihrem Ausmaß eingeschränkt werden.

Gesetzliche Grundlagen für den Brandschutz

Der Brandschutz ist in einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Vorgaben geregelt. Generell gilt: Für Unternehmen ist der Brandschutz eine so genannte „Holschuld“. Sie verpflichten sich demnach zur Besorgung der entsprechenden Pflichten und müssen diese kennen und einhalten. Die wichtigsten Grundlagen zum Brandschutz finden sich in

  • der Betriebssicherheitsverordnung,
  • der Arbeitsstättenverordnung,
  • den Explosionsschutzdokumenten für gefährliche Bereiche,
  • den Landesbauordnungen.

Die Umsetzung von organisatorischen Brandschutzmaßnahmen im Unternehmen

Organisatorische Maßnahmen des Brandschutzes in einem Unternehmen lassen sich auf vielfältige Weise umsetzen.

Die Brandschutzordnung (DIN 14 096)

In der Brandschutzordnung sind die drei Teile A, B und C enthalten. Bei Teil A handelt es sich lediglich um einen, für jedes Unternehmen gleichen, Aushang zum „Verhalten im Brandfall“. In Teil B sind Informationen für Mitarbeiter oder auch Mieter eines Gebäudes zu finden, welche schriftlich niedergelegt sind und jedem Mitarbeiter ausgehändigt werden müssen. Teil C ist für diejenigen Personen bestimmt, denen in Notsituationen besondere Aufgaben obliegen (z. B. Ersthelfer, Freiwillige Feuerwehr). Die Aktualität der Brandschutzordnung und die Übereinstimmung mit den betrieblichen Gegebenheiten muss von Brandschutz-Beauftragten überwacht werden.

Der Brandschutz-Beauftragte

Ein Brandschutz-Beauftragter ist für produzierende Unternehmen noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Ausnahmen bestehen jedoch bei bestimmten Verkaufsstätten-Verordnungen, Hochhaus-Bauverordnungen sowie in der Industriebau-Richtlinie.
Grundsätzlich ist es aber durchaus sinnvoll, einen Brandschutz-Beauftragten zu bestellen, denn er ist der zentrale Ansprechpartner, wenn es um die Verhinderung von Bränden und den vorbeugenden Brandschutz geht.

Da Brände in Unternehmen eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Beschäftigten darstellen und auch erhebliche materielle Schäden verursachen können, die unter Umständen sogar existenzgefährdend für das Unternehmen sind, wird über gesetzliche Regelungen immer stärker empfohlen, einen Brandschutz-Beauftragten zur Risikovorsorge zu bestellen. Dabei orientiert sich dessen Bestellung vor allem an der Zahl der gefährdeten Personen sowie dem Brandrisiko in einem Unternehmen.

Die Ausbildung zum Brandschutz-Beauftragten

Der Brandschutz-Beauftragte berät die verantwortlichen Personen eines Unternehmens in allen Fragen, die den vorbeugenden, abwehrenden, baulichen und organisatorischen Brandschutz betreffen.

Bei der Dekra Akademie kann die Ausbildung zum Brandschutz-Beauftragten absolviert werden. Die Ausbildung erfolgt gemäß den Vorgaben der „Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V.“ und beinhaltet folgende Themen (Quelle: https://www.dekra-akademie.de/de/brandschutzbeauftragter-ausbildung/):

  • Rechtliche Grundlagen
  • Brandlehre
  • Baulicher Brandschutz
  • Anlagentechnischer Brandschutz
  • Organisatorischer Brandschutz
  • Brandschutzmanagement
  • Brand- und Explosionsgefahren
  • besondere Brandrisiken
  • Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehren, Versicherern
  • praktische Übungen zur Brandbekämpfung mit handbetätigten Feuerlöscheinrichtungen

Die Ausbildung bei der Dekra dauert 8 Tage und endet mit einer schriftlichen sowie mündlichen Abschlussprüfung und dem Erhalt eines Zertifikates bei erfolgreich abgelegter Prüfung.

Brandschutz-Beauftragte müssen für die Gültigkeit des Abschlusses innerhalb von 3 Jahren eine Fortbildung absolvieren, die mindestens 16 Unterrichtseinheiten umfasst. Grundsätzlich sind Brandschutz-Beauftragte aufgrund aktueller und regelmäßiger Änderungen immer zur Teilnahme an Fortbildungen verpflichtet.

Weitere Maßnahmen zum Brandschatz

Im Rahmen des Brandschutzes kommen auch die folgenden organisatorischen Maßnahmen zum Einsatz:

  • Flucht- und Rettungspläne gemäß DIN 4844-3 (Erstellung von Fachfirmen nach DIN-Norm, müssen sich an gut sichtbarer Stelle an bzw. in den Fluchtwegen befinden und lagerichtig angebracht werden)
  • Türen und Tore gemäß DIN 4102-18, 4102-5 und 18 095 (spezielle Brandschutztüren, die ein Feuer für mindestens 30 Minuten zurückhalten können, Brandschutztüren mit zusätzlicher Rauchschutzfunktion)
  • Feuerlöscher gemäß DIN EN 3 und BGR 133 (Handfeuerlöscher bis zu einem Gewicht von maximal 20 kg und einem Griff, der vom Boden gemessen mindestens in 0,8 bis 1,2 m Höhe montiert ist)

 

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