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Die 7 größten Fehler im Businessplan, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Bild: @ geralt, pixabay

Viele Existenzgründer können ein Lied davon singen: Da soll der Businessplan geschrieben werden, der die Bank oder die Agentur für Arbeit davon überzeugt, dass sich das Vorhaben auch wirklich lohnt, dass man davon leben und natürlich alle Kosten decken kann. Da möchte man nichts falsch machen! Denn schließlich geht es um die Zusage des Gründungszuschusses oder sogar um die Gewährung des notwendigen Darlehens für Ihre Gründung. Und nicht zuletzt: es geht auch um Ihre ganz persönliche, berufliche und finanzielle Zukunft. Und da zählt weniger der Businessplan selbst als die spätere Umsetzung Ihrer Planung nach der Gründung.

Diese Fehler in der Planung können Sie vermeiden:

Fehler 1: Wichtige Voraussetzungen sind nicht erfüllt

Immer wieder sind Existenzgründer von Ihrer Geschäftsidee so begeistert, dass sie automatisch davon ausgehen, dass die Umsetzung schon klappen wird. Und übersehen dann unter Umständen wichtige Details: Dass nämlich für die Gründung bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen, hierzu kann z.B. eine (nicht vorliegende) Erlaubnis zur Gründung eines Maklerbüros oder die (fehlende) Konzession zur Personenbeförderung genauso gehören wie ein (nicht vorhandener) Meisterbrief oder eine (nicht abgelegte/bestandene) Fachkundeprüfung. Gerade bei Gründungen im Handwerk kann dann eine Gründung schnell am fehlenden Meistertitel scheitern oder es entstehen nicht eingeplante, zusätzliche Kosten, weil ein Meister eingestellt werden muss.

Oft scheitert eine Finanzierung auch allein deshalb, weil aus der Vergangenheit negative Schufa-einträge vorliegen oder bereits private Darlehen in erheblicher Höhe abgeschlossen wurden und daher die Bank nicht bereit ist, nochmals Geld zu verleihen.

Fehler 2: Die Geschäftsidee wurde nicht gut genug geprüft

Auch hier gilt: Selbst wenn Sie von Ihrer Geschäftsidee absolut überzeugt sind, prüfen Sie, ob die Umsetzung wirklich realisierbar ist. Sind im Umfeld Ihres Angebots vielleicht technische Neuerungen zu erwarten, die dazu führen könnten, dass die Nachfrage speziell nach Ihrem Angebot mittelfristig wegfallen wird. Wie sieht die Wettbewerbssituation aus? Gibt es da u.U. den einen großen Anbieter, den jeder kennt und gegen den Sie konkurrieren müssen? Oder ein ähnliches Produkt, das letztlich aber besser zu vermarkten ist als Ihres und daher Ihnen die Nachfrage wegnimmt? Ist der von Ihnen ausgewählte Standort z.B. für ein Ladenlokal wirklich geeignet um die notwendige Laufkundschaft zu finden? Können Sie preislich mit Ihren Mitbewerbern mithalten und erzielen trotzdem ausreichend Gewinn?
Meistens lässt sich für jedes Problemfeld eine Lösung oder Alternative finden, wenn man rechtzeitig einen „Plan B“ vorbereitet hat. Schlecht ist nur, wenn man plötzlich von der Erkenntnis überrascht wird, dass die Umsetzung so wie erhofft nicht funktioniert und eine kurzfristige Alternative dann nicht mehr umsetzbar ist.

Fehler 3: Der Investitionsbedarf ist nicht gut genug durchdacht

Immer wieder passiert es auch, dass man in der Anfangseuphorie wichtige Kostenpositionen vergisst, einzuplanen. Insbesondere in der Investitionsplanung, in der Sie alle Gegenstände zusammenstellen, die Sie gleich zu Beginn Ihrer Gründung brauchen um Ihre Geschäftsidee überhaupt realisieren zu können. Hier lohnt es sich durchaus, die einzelnen Positionen und deren Preise sorgfältig zu recherchieren – auch wenn dies relativ viel Zeit kostet! Denn: Je genauer Sie hier planen, umso besser können Sie später auch Ihren Kapitalbedarf ermitteln. Sollte sich nämlich später herausstellen, dass Ihr Darlehen nun doch nicht ausreicht, um alle notwendigen Anschaffungen tätigen zu können, ist es meist nicht möglich, das fehlende Kapital bei der Bank nachzufordern.

Fehler 4: Der Kapitalbedarf wird zu gering eingeschätzt

Ebenso gefährlich ist es, nicht zu prüfen, inwieweit Sie auch noch in den ersten Monaten nach der Gründung zusätzliche Gelder benötigen, um stets liquide zu bleiben. Schließlich steigen zu Beginn die Umsätze meist nur langsam an während die Kosten oft schon in voller Höhe anfallen. Und je nach Geschäftsidee kann durchaus einige Zeit vorübergehen bis ein Auftrag fertiggestellt ist und der Kunde hierfür auch seine Rechnung bezahlt hat. Und diese Zeit muss dann erstmal finanziell überbrückt werden. Nicht vergessen sollte man auch die eventuell von Beginn an anstehende Tilgung für den gewährten Kredit oder die Gewerbe- oder Einkommenssteuervorauszahlung. Auch für diese Positionen muss ausreichend Liquidität vorgehalten werden. Und schließlich ist dann da noch die Umsatzsteuer, die ebenfalls – und gerade in der Investitionsphase – (zumindest bis zur nächsten Umsatzsteuervoranmeldung) berücksichtigt werden muss.

Fehler 5: Der Umsatz wird zu optimistisch geschätzt

Zu den schwierigsten Planungen gehört sicherlich die Umsatzplanung. Einerseits wollen Sie eine überzeugende Planung vorlegen, das Ganze muss aber unbedingt auch realistisch bleiben. Denn steigt ihr Umsatz zu Beginn oder auch in der Folgezeit nicht so schnell an, wie Sie annehmen, werden Sie unweigerlich ein Liquiditätsproblem bekommen. Hier gilt also immer: Lieber etwas vorsichtiger als zu optimistisch planen.

Fehler 6: Der Gewinn wird zu positiv berechnet

Auch hier ist es schnell passiert, wichtige Kostenpositionen werden ganz vergessen oder viel zu niedrig eingeschätzt, weil z.B. die Einkaufspreise plötzlich doch höher ausfallen oder noch ungeplante Nebenkosten für Transport und Verpackung dazukommen. Vielleicht muss der eingeplante, unbedingt notwendige Mitarbeiter dann doch besser bezahlt werden als gedacht oder die Zinsen fallen höher aus als geplant. Ist dann gerade zu Beginn der (vermeintliche) Gewinn noch klein, wird daraus schnell ein Verlust und wieder droht ein Liquiditätsproblem.

Fehler 7: Zu schnell werden zu hohe Fixkosten aufgebaut

Sicher, wenn man an seine Geschäftsidee glaubt, geht man davon aus, dass die Umsätze schnell wachsen werden. Was aber, wenn dies dann doch nicht passiert. Plötzlich zeigt sich, dass die Räumlichkeiten viel zu groß oder zu teuer sind, viel zu viel Mitarbeiter eingestellt wurden, zu viel Material im Lager liegt, was nicht verkauft werden kann. Daher ist es oft sinnvoll, gerade den Aufbau von regelmäßig anfallenden Kosten wie Miete und Gehälter sehr sorgfältig zu prüfen und hier eher vorsichtig zu agieren.

Tipp: Bitten Sie einen Gründungsberater, zusammen mit Ihnen Ihren Businessplan zu prüfen! Die Kosten hierfür sind überschaubar und Sie können sicher sein, dass Sie einen tragfähigen und umsetzbaren Businessplan vorliegen haben.

 

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