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Entwicklung des Crowdfundings – früher, heute und in Zukunft

Bildquelle: pixabay

Crowdfunding stellt eine alternative Kapitalanlage für Kleinanleger und Privatinvestoren dar. Das Prinzip der Schwarmfinanzierung ist nicht neu: Es blickt auf eine lange Historie zurück und erlebt gerade jetzt – in Zeiten der Digitalisierung – einen Aufschwung. Online-Plattformen wie Unternehmerich.de ermöglichen, dass Anleger schnell und unkompliziert das passende Investitionsprojekt für sich finden.

Obwohl der Begriff des Crowdfundings erst im 21. Jahrhundert auftauchte, fand das erste Projekt dieser Art schon vor 130 Jahren statt. Damals war es Joseph Pulitzer, der von 160.000 Kleinanlegern knapp 102.000 Dollar einsammelte, um den Bau des Sockels der Freiheitsstatue zu finanzieren, den die Stadt nicht aufbringen konnte.

Aus heutiger Sicht würde man bei diesem Projekt von Reward-based Crowdfunding sprechen, bei dem Unterstützer als Gegenleistung zum Beispiel eine öffentlichkeitswirksame Erwähnung erhalten. Im Fall von Pulitzer 1885 war es eine namentliche Erwähnung aller Spender in seiner Zeitung The New York World.

Auch heute ist die Suche nach Kapital ein häufiges Problem, wenn man ein Projekt oder Start Up ins Leben rufen möchte. Doch mittlerweile können Unternehmern auf Alternativen zurückgreifen.

Die Anfänge des modernen Crowdfundings

Mit ArtistShare wurde 2003 eine Internet-Plattform in Amerika gegründet, die Künstlern die Möglichkeit bot, ihre Werke vorab von Fans finanzieren zu lassen. Musiker erhielten eine neue und von Labeln unabhängige Form der Finanzierung und profitieren von den Werbeeffekten der öffentlichkeitswirksamen Geldsuche. So entstand 2005 das erste über die Plattform erfolgreich finanzierte Projekt Concert in the Garden von Maria Schneiders.

Nachdem der Grundstein für das digitale Crowdfunding in Amerika gelegt wurde, zog auch Europa nach. Mit Startnext ging 2010 die erfolgreichste deutsche Crowdfunding-Plattform an den Markt, die mittlerweile, gemessen am vermittelten Kapital, rund 80 Prozent Marktanteil hat. Insgesamt wächst auch der deutsche Crowdfunding-Markt laut einer Studie der Plattform Für-Gründer stetig weiter.

Die vier Modelle des Crowdfunding

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterscheidet vier Formen von Crowdfunding.

  • Das spendenbasierte Crowdfunding (Donation-based Crowdfunding),
  • das gegenleistungsbasierte Crowdfunding (Reward-based Crowdfunding),
  • das kreditbasierte Crowdfunding (Crowdlending oder Lending-based Crowdfunding),
  • und das Crowdinvesting (Equity-based Crowdfunding).

Klassisches Crowdfunding und Crowdinvesting

Es entstanden weitere Plattformen und neben dem Donation oder Reward-Based Crowdfunding neue Arten der Schwarmfinanzierung. Die Formen des Lending-Based und Equity-Based Crowdfunding (auch: Crowdinvesting) bieten Kleinanlegern neue Formen der renditeorientierten Geldanlage. Im Gegensatz zur klassischen Kapitalanlage über Bankkonten oder der Börse, bieten diese Anlagen den Investoren Flexibilität, Transparenz und die Möglichkeit, sein Geld gezielt in einzelne Projekt oder Unternehmen zu investieren.

Crowdfunding Markt heute

Nach wie vor ist der Markt im Pionierland Amerika Spitzenreiter mit knapp 10 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Asien und Europa mit über 3 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Unternehmer-ich

In Europa belegt Deutschland Platz 3, hinter Frankreich (Platz 2) mit 154 Millionen Euro und Großbritannien (Platz 1) mit rund 2,3 Milliarden Euro.

Laut der Studie haben sich im Jahr 2015 die verschiedenen Bereiche der Crowdfinanzierung unterschiedlich entwickelt. Per Crowdlending wurde ein Kreditvolumen von 67 Millionen Euro vermittelt – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Das klassische Crowdfunding hingegen ist moderat gewachsen und erreichte knapp 23 Millionen Euro. Beim Crowdinvesting, das etwas über 37 Millionen Euro beisteuerte, gab es insbesondere in der Finanzierung von Immobilien ein sprunghaftes Wachstum. Die Finanzierung von Start-ups zeigte Licht und Schatten: Während das Volumen zulegte, ging die Anzahl der Finanzierungsrunden deutlich zurück. Die finanziellen Erfolge lassen sich auf die niedrigen Zinsen klassischer Bankprodukte und der Zinspolitik der EZB zurückführen.

Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Unternehmer-ich

Im Vergleich zu 2014 legte die Zahl erfolgreicher Projekte um knapp 15 Prozent auf 1.213 Projekte zu. Fast ebenso viele Projekte wurden aber auch nicht erfolgreich finanziert – 2015 waren es 915 Projekte. Im Jahresverlauf zeigt sich, dass die durchschnittliche Projektgröße variierte. Nachdem sie im ersten Halbjahr bei 7.882 Euro lag, ging sie im dritten Quartal 2015 auf 6.727 Euro zurück und stieg im vierten Quartal wieder etwas an.

Finanzierung für Start-ups und Unternehmen

Crowdfunding ist als Finanzierungsalternative gerade bei jungen Firmen und Unternehmern, sogenannten Start-up-Unternehmen, und Selbstständigen immer beliebter geworden. Das Online-Magazin Gründerszene definiert ein Start-up als „eine kürzlich gegründete Firma, die sich in der ersten Phase des Lebenszyklus eines Unternehmens befindet“. Folgende Eigenschaften charakterisieren demnach Start-ups: Geboren werden sie aus einer überraschenden, innovativen Idee heraus. Kapital und notwendige finanzielle Mittel stehen aber nur geringfügig zur Verfügung. Durch ihren hohen Grad an Innovation haben sie in der Regel besonders gute Chancen, zu wachsen – und das nicht nur in personeller Hinsicht, sondern auch was ihre Partner-Netzwerke betrifft.

Für wen eignet sich eine Finanzierung via Crowdfunding?

Ob Erfinder, Filmemacher, Kreative oder alter Hase im Business – jedem, der mit einem aufwändigen Projekt neue Wege gehen will, bietet sich daher das Crowdfunding als attraktive Alternative zum Bankkredit an. Gerade bei risikoreichen Projekten, für die die teils frisch gegründeten Unternehmen viel Geld bei einem Kreditinstitut hinterlegen müssten, erleichtert das Finanzierungsmodell die Durchführung.

Kleine Investmentbeträge und Risikostreuung

Auch Privatanleger können profitieren: Sie können schon relativ kleine Beträge investieren, damit ihre Gesamtanlage nicht nur in ein einzelnes, sondern in mehrere Projekte einzahlt und somit die Risiken gestreut werden. Im Gegensatz zu Fonds oder Aktienpaketen weiß der Kapitalgeber bei seinem Crowdinvestment und dem dahinterliegenden Projekt genau, in was er investiert. Ein Vermittler fällt bei dieser Form der Geldanlage weg, was zusätzlich Kosten spart. Der Investor kann sein Portfolio völlig frei wählen und zusammenstellen und gezielt Projekte unterstützen, die ihm persönlich am Herzen liegen oder ihm geschäftlichen Nutzen bringen.

Neuer Fokus auf den Mittelstand

Viele Plattformen haben sich auf die Vermittlung von Start-ups fokussiert. Hier besteht zwar ein hohes Risiko für die Investoren, da viele der jungen Unternehmer scheitern – allerdings werfen erfolgreiche innovative Projekte vergleichsweise attraktive Renditen ab. Einen anderen Weg geht die Mittelstandsplattform Unternehmerich.de, über die Kleinanleger und Privatinvestoren ab einem Betrag von 250 Euro in Projekte gestandener Unternehmer investieren und attraktive Renditen erhalten können. Unternehmen stellen sich transparenter und sichtbarer dar.

 

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