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Drucker können für Unternehmen Sicherheitslücken bedeuten

Datenschutz bei Hitze

Bild von pixabay

Es sind keineswegs immer nur die Rechner selbst, welche Angriffsziele für Hacker darstellen. Auch oft vorhandene Sicherheitslücken bei einem Drucker können gefährliche Schwachstellen bilden, denn nur sichere Drucker und vor allem der sichere Umgang mit den hier ausgedruckten Dokumenten schützen tatsächlich vor möglichen Gefahren.

Durch Drucker und ausgedruckten Dokumente entstehende Sicherheitslücken

Häufig werden Schwachstellen an Computern und natürlich auch solche durch liegengelassene Dokumente, die zuvor mit einem Netzwerkdrucker ausgedruckt wurden, unterschätzt. Viele kennen folgende Situation: Am firmeninternen Drucker werden Dokumente vorgefunden, welche zuvor ein Kollege ausgedruckt und dort möglicherweise vergessen hat. Natürlich kann so etwas gefährlich werden. Viele Gefahren in Betrieben gehen tatsächlich von eigenen Mitarbeitern aus, wobei die liegengelassenen Dokumente nur eine Gefahrenquelle darstellen. Häufig werden geklaute oder zufällig aufgefundene Informationen, die durchaus brisant und sensibel sein können, zum Verschaffen von persönlichen Vorteilen einzelner Mitarbeiter ausgenutzt oder sogar für die Wirtschaftsspionage genutzt. Hier besteht die Möglichkeit, Authentifizierungslösungen einzusetzen, welche verhindern sollen, dass nicht qualifizierte Personen oder Mitarbeiter Zugriff auf das Ausgabefach eines Druckers erhalten. Sogar Systeme zum Erkennen von Fingerabdrücken lassen sich anschließen. So kann der Ausdruck beispielsweise erst dann starten, wenn sich ein Mitarbeiter entweder mit einem Code zu erkennen gegeben hat oder durch den eigenen Fingerabdruck identifiziert werden konnte. Zumindest kann mithilfe solcher Lösungen erreicht werden, dass keine Dokumente vertraulicher Art mehr offen im Ausgabefach von Firmendruckern liegen bleiben.

Wenn die Drucker selbst gehackt werden

Es sind allerdings nicht nur neugierige Augen auf das Ausgabefach eines Druckers, die mögliche Schwachstellen bilden. Auch technische Sicherheitslücken in den Druckern selber bzw. der Druckersoftware sorgen für immer mehr mögliche Gefahren. Die Geräte haben heute oft ihren festen Platz in der Netzwerkstruktur von Unternehmen und bestehen nicht selten aus kompletten Computern mit Festplatte und eventuell sogar einer eigenen E-Mail-Adresse. Aus diesem Grunde müssen die Drucker genauso wie alle anderen Geräte gegen unbefugten Zugriff aus dem Netzwerk oder sogar aus dem Internet geschützt werden. So lassen sich beispielsweise Dokumente auf der internen Festplatte oder im Speicher verschlüsseln. Auch die Netzwerkverbindung selbst kann mit einem besonderen Schutz versehen werden, damit verhindert wird, dass die Dokumente ins gesamte Firmennetzwerk oder sogar außerhalb dieses gelangen können. Leider sind bisher viele Geräte nicht besonders gut oder sogar gar nicht geschützt. Hacker konnten sich bereits Zugang zu etlichen Druckern in diversen Firmennetzwerken verschaffen und unbefugt Zugriff auf Dokumente erhalten oder sogar eigene Dokumente ausdrucken. Außerdem können vernetzte Drucker aus der Ferne mit Schadsoftware versehen werden, die etwa als Firmware-Updates getarnt wurden. Im Falle einer solchen Infizierung sind nicht einmal mehr Trojaner direkt auf dem Computer notwendig, an welchem der Drucker angeschlossen wurde. Auf diese Wege eingeschleuste Schadsoftware kann beispielsweise genutzt werden, um Daten aus Druckaufträgen abzufangen, auszulesen und an eine zuvor definierte E-Mail-Adresse zu senden.

Drucker als Sicherheitslücken werden häufig übersehen

Die meisten Firmen investieren heute sehr viel Geld in die Sicherheitssysteme von EDV-Anlagen und Infrastrukturen in Firmen. Leider übersehen sie dabei häufig immer noch die Ausgabegeräte wie Drucker und Multifunktionsgeräte. Dabei verfügen auch diese Geräte mittlerweile über intelligente Betriebssysteme und oftmals auch Festplatten sowie eine direkte Anbindung an das Firmennetzwerk. Spätestens bei einer solchen Ausstattung sind auch hier entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich. Dass Angriffe nicht nur aus dem Drucken bösartiger Inhalte bestehen können, dürfte klar sein. Auch gespeicherte Kopien von Dokumenten können abgerufen werden, welche möglicherweise sensible Daten beinhalten.

Sicherheitslücken stopfen und Sicherheitsfunktionen aktivieren

Viele Drucker bieten heute wichtige Sicherheitsfunktionen und somit einen guten Schutz vor einer möglichen Bedrohung. Da gibt es beispielsweise einen BIOS-Schutz, welcher das Einspielen schadhafter Firmware-Varianten verhindert oder sogar in der Lage ist, ein kompromittierendes BIOS zu erkennen und das Einspielen zu verhindern. Auch eine systeminterne Speicherüberwachung im Drucker selbst kann vorhanden sein, welche Manipulationen im Betriebsmodus erkennt und den Betrieb auf Unregelmäßigkeiten hin überwacht. Aber es sind nicht nur die Dokumente und Drucker, welche vor externen Bedrohungen und Sicherheitslücken geschützt werden müssen. Auch andere Sicherheitsmaßnahmen sollten genutzt werden, bei denen beispielsweise Kennwörter für Administratoren gesetzt oder nicht benötigte Netzwerkprotokolle deaktiviert werden. Auch die Verschlüsselung der Daten von internen Festplatten kann nützlich sein, sofern diese auch aktiviert wurde. Der Einsatz von Datenverschlüsselungsprotokollen kann das Abfangen von Druckaufträgen während der Übertragung über das Netzwerk wirksam verhindern, ebenso den Datenklau aus dem Druckerspeicher selbst. Allerdings besteht das Problem häufig darin, aus der Vielzahl der möglichen Einstellungen der Geräte die korrekten Funktionen zu setzen und auch dafür zu sorgen, dass die Einstellungen stets richtig vorgenommen werden, welche zur Sicherheit von Druckern und Dokumenten beitragen.

 

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