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Enterprise Mobility Management – Ein umfassendes Konzept für die Nutzung mobiler Geräte im Unternehmen

Der Einsatz mobiler Endgeräte ist im Zeitalter des Internet of Things (IoT) und der Industrie 4.0 mittlerweile nicht mehr aus Unternehmen wegzudenken. Mobile Computer, wie Notebooks, Tablets, PDAs, Smartphones sowie mobile Terminals oder Handheld-Computer gehören zum täglichen Arbeitsalltag in fast allen Branchen und Unternehmensbereichen – von der Produktion über den Transport und die Lagerung bis hin zum Verkauf.

Die Vielzahl der eingesetzten Geräte und cloudbasierte Datenspeicherung erfordert eine adäquate Verwaltung, die durch das Enterprise Mobility Management (EMM) ermöglicht wird. Dabei bietet das EMM allen Mitarbeitern Optionen für die sichere Nutzung mobiler Endgeräte und trägt zur Steigerung der Produktivität bei. Zudem leistet Enterprise Mobility Management einen entscheidenden Beitrag zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Bedingungen auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU DSGVO), dessen Übergansfrist zum Mai 2018 auslaufen wird. Unternehmen stehen angesichts dieser Verordnung zunehmend vor der Aufgabe, sich insbesondere mit dem Schutz personenbezogener Kunden- und Unternehmensdaten auseinanderzusetzen und entsprechende EMM-Lösungen zu etablieren.

Strategien für die Bereitstellung mobiler Geräte

Bei der Nutzung mobiler Geräte in Unternehmen hat sich das Konzept BYOD (Bring Your Own Device) bereits einen Namen gemacht. Dies bedeutet, dass Mitarbeiter ihre eigenen Mobilgeräte auch für den beruflichen Einsatz nutzen. Dabei geht es nicht nur um die Einsparung von Anschaffungskosten, sondern vor allem um das Erreichen einer höheren Akzeptanz und Zufriedenheit der Mitarbeiter – diese profitieren von einer einfacheren Nutzung und verbesserten Mobilität.

Nicht überall wird BYOD allerdings vorbehaltlos eingesetzt, denn gerade in puncto Datenschutz, Sicherheit und Lizenzrecht bezüglich verwendeter Software sind einige Vorgaben zu beachten. Arbeitgeber müssen sicherstellen können, dass bei gleichzeitiger privater und beruflicher Verwendung von mobilen Geräten eine klare Trennung von persönlichen sowie unternehmensinternen Daten erfolgt – dazu könnten zum Beispiel Kontaktdaten oder E-Mails zählen. Die Mitarbeiter sind daher verpflichtet, Softwaretools zur Einhaltung der Datentrennung zu nutzen und dem Arbeitgeber darüber hinaus auch Kontrollmöglichkeiten zu gewährleisten. Abgesehen davon erfordert das sehr heterogene Geräteaufkommen einen höheren Verwaltungs- und Supportaufwand und geringere Möglichkeiten des Arbeitsgebers, Einfluss auf die Konfiguration nehmen zu können. Insgesamt hängt die Praktikabilität von BYOD besonders von der jeweiligen Umsetzung ab, die vorab klar definiert werden sollte.

Sinnvoller gegenüber BYOD gestaltet sich das Prinzip CYOD (Choose Your Own Device).
Hier haben Mitarbeiter die Wahl und können sich ein Wunschgerät für die geschäftliche Nutzung aussuchen, das allerdings im Besitz des Unternehmens ist. Die Geräte unterliegen damit den Firmenrichtlinien und sollten durch das firmeninterne Mobile Device Management (MDM) verwaltet werden. Ob die Mobilgeräte auch privat genutzt werden dürfen, kann zusätzlich festgelegt werden. Vorteil ist, dass die Zuständigkeiten klar geregelt sind. Im Gegenzug ist natürlich der höhere Kostenfaktor zu nennen. Zudem entsteht auch hier, durch die Vielfalt an unterschiedlichen Mobilgeräten, mehr Aufwand für den Support.

Werden firmeneigene Geräte ausdrücklich auch für den privaten Bereich autorisiert, so kommt die noch weniger geläufige Strategie COPE (für Corporate Owned, Personally Enabled) zur Anwendung. Dem gegenüber steht das Prinzip COBO (Corporate Owned, Business Only) – danach sind die Firmengeräte ausschließlich für beruflichen Zwecke zu nutzen.

Welche Bereiche umfasst EMM?

Mehrere Teilbereiche des Enterprise Mobility Managements lassen sich unterscheiden. Das Mobile Device Management (MDM), das Mobile Application Management (MAM) sowie das Mobile Identity Management (MIM) stellen derzeit die drei Kernbereiche dar.

MDM ist bereits für viele Unternehmen fester Bestandteil – EMM als umfassendere Komplettlösung für komplexe Managementaufgaben ist hingegen noch nicht flächendeckend ein Begriff. Im Rahmen des Mobile Device Managements lassen sich die mobilen Geräte zentral verwalten und ggf. per Remote sperren oder Daten löschen – beispielsweise zum Schutz vor dem Zugriff unbefugter Personen im Falle eines Verlusts. Auch die Sicherung der mobilen Daten ist ein Schwerpunkt des MDMs.

Das Mobile Application Management legt den Fokus auf Softwarelösungen und Serviceleistungen. Es dabei um die unternehmenskonforme Verwendung und Beschaffung von Apps, die Verwaltung dieser und Festlegung von Zugriffsrechten in Abstimmung mit unternehmensinternen Vorschriften und Lizenzen. Typisch sind z. B. die Festlegung von Black- und Whitelists, die nicht erlaubte sowie vertrauenswürdige Anwendungen beinhalten.

Das Mobile Identity Management regelt und kontrolliert die Zugriffe auf Unternehmensdaten durch offiziell zugelassene Anwendungen. Cloudbasierte Lösungen spielen hierbei eine große Rolle. Sie ermöglichen den Austausch, die Synchronisation und Speicherung von unterschiedlichsten Daten, medialen Inhalten und wichtigen Dokumenten. Das MIM beinhaltet hierbei auch die Verschlüsselung der sensiblen Inhalte.

Jeder dieser Bereiche erfüllt für sich genommen wichtige Funktionen, schafft aber noch keine umfassende Lösung. Daher werden Komponenten aller drei Bereiche innerhalb des Enterprise Mobility Managements verknüpft. EMM stellt quasi das allumfassende Konzept zur adäquaten und sicheren Verwendung mobiler Endgeräte im Unternehmensalltag dar.

Enterprise Mobility Management – Wohin geht der Trend?

Die Implementierung geeigneter EMM-Lösungen gestaltet sich nicht unbedingt einfach. Die Auswahl unter den zahlreichen Anbietern ist groß und erfordert daher eine genaue Analyse, Planung und Auseinandersetzung mit den Erwartungen und individuellen Anforderungen des Unternehmens. Zudem präsentieren sich immer innovativere und weitreichendere Lösungen.
 Eine herstellerunabhängige Beratung bietet beispielsweise der Full-Service-Anbieter GLOBOS (weitere Infos unter globos.de). Das Marktgeschehen rund um Enterprise Mobility Management ist stark in Bewegung. Es kristallisieren sich momentan zwei Trends heraus.

Ein Fokus liegt auf dem sogenannten Unified Endpoint Management, kurz UEM. UEM umfasst neben den mobilen Endgeräten auch klassische Geräte, wie Notebooks, Desktop-PCs und Server mit ein. UEM vereint daher die bereits etablierten Bereiche EMM und CLM (Client Lifecycle Management). Eine weitere schwerpunktmäßige Entwicklung zeichnet sich im Bereich Internet of Things (Internet der Dinge), kurz IoT, ab. Damit ist die zunehmende Vernetzung von realen Geräten mit der virtuellen Welt gemeint. Über Sensoren, Identifikationssysteme und intelligente Kommunikationssysteme entstehen daraus selbstständige und komplex aufeinander abgestimmte Systeme.

Die Herausforderungen der digitalisierten Zukunft werden für Unternehmen darin liegen, sich immer wieder neu auf die wachsenden Anforderungen und technischen Entwicklungen einzustellen und entsprechende Managementstrategien und Lösungen im Bereich EMM und UEM zu entwickeln.

 

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