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5 Tipps für erfolgreiche Fintech-Startups: So meistern Sie die größten Finanz-Hürden

Bild: mit freundlicher Genehmigung von Tobias Schreyer

Von: Tobias Schreyer, Mitgründer und Chief Commercial Officer, PPRO Group

Aller Anfang ist schwer. Studien zufolge scheitern im Schnitt 9 von 10 Startups (1), und das Haifischbecken Finanzbranche ist ohnehin nicht dafür bekannt, dass zarte Startup-Pflänzchen hier jahrelang ungestört gedeihen können. Doch das Scheitern anderer und ein hoher Wettbewerbsdruck dürfen keine Argumente gegen die Gründung einer eigenen Fintech-Firma sein. Vielmehr sollte man aus den Fehlern der anderen lernen. Gründe für das Scheitern von Startups können vielfältig sein, hat das US-Technologieunternehmen CB Insights untersucht (2). Wer ein erfolgreiches Fintech-Unternehmen aufbauen möchte, sollte sich genau ansehen, warum andere scheitern und dann diese Fehler vermeiden.

Tipp 1: Umfassende Marktanalyse

Das A und O für ein Startup ist die Geschäftsidee. Doch was auf den ersten Blick vielversprechend aussieht, muss nicht zwangsläufig auch in der Praxis funktionieren. Der Kernpunkt ist hier, dass Fintech-Startups so früh wie möglich mit der Marktanalyse beginnen sollten, um herauszufinden, ob überhaupt ein passender und ausreichend großer Markt vorhanden ist. Der mit Abstand häufigste Grund für das Scheitern eines Startups ist, dass es keinen Markt für die Geschäftsidee gibt. Wie groß ist die Zielgruppe? Wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Welche Preise werden für vergleichbare Produkte und Dienstleistungen aufgerufen? Ignorieren Sie die Ergebnisse von Marktanalysen keinesfalls und stimmen Sie Ihren Businessplan genau darauf ab.

Tipp 2: Finanzierung vorab sicherstellen

Auch oder besonders Fintech-Startups wollen finanziert werden. Deshalb steht wie bei allen anderen Startups auch bei den Fintechs die Finanzierungsfrage ganz oben auf dem Zettel. Grob einteilen kann man diese Frage in zwei Bereiche: Der erste Bereich versteht sich eigentlich von selbst. Dabei geht es um Überlegungen, die in einen klassischen Business-Plan gehören und die am besten schon vor der Gründung geklärt werden, etwa, wie viel Kapital wird benötigt, welche Ausgaben werden erwartet und wie hoch sind mögliche Gewinne. Auch Informationen über Kredite für Gründer oder passende Förderprogramme sollten hier abgeklärt werden. Der zweite Bereich der Frage ist Fintech-spezifischer. Da man in den meisten Fällen mit Banken oder anderen Fintechs konkurriert, bei denen Geld nicht knapp ist, sollte man sich frühzeitig über Partner und mögliche Investoren Gedanken machen, sprich, Menschen suchen, die von der eigenen Idee begeistert werden können und dann bereit sind zu investieren.

Tipp 3: Finanzen nach dem Start immer im Blick

Die Geschäftsidee steht auch bei Fintechs an erster Stelle für ein Startup, dahinter kommen die eigenen Finanzen. Das ist ein weites Feld, denn das Unternehmen sollte nicht nur liquide sein, sondern auch Buchhaltung und Steuern im Griff haben. Vermeintlich simple Aufgaben wie ein Geschäftskonto einrichten oder eine Firmenkreditkarte organisieren, können am Anfang zu einer Herausforderug werden. Was passiert, wenn zum Beispiel schon Geschäftsreisen anstehen, Sie aber keine Firmenkreditkarte von Ihrer Bank erhalten? Oder diese schlichtweg nicht schnell genug verfügbar ist? Mittlerweile gibt es viele clevere Finanzprodukte, die sich auch für Startups problemlos und direkt nutzen lassen. Prepaid-Kreditkarten wie CrossCard (3) mit entsprechendem online Konto zum Beispiel sind schnell für jedes Unternehmen verfügbar und lassen sich flexibel und sicher nutzen. Über das zentrale Firmenkonto bleiben alle Ausgaben jederzeit im Blick und es gestattet die nötige Flexibilität, wenn Ausgaben anstehen. Die finanzielle Lage des Unternehmens darf niemals aus den Augen verloren werden! Klingt nur logisch, wurde einer Vielzahl von Start-ups aber schon zum Verhängnis.

Tipp 4: Die passende Unternehmensform festlegen

Die passende Rechtsform ist eine richtungsweisende Entscheidung für Unternehmen. Startups sollten sich hier genaue Gedanken machen. Zwar ist eine Entscheidung für eine Unternehmensform nicht in Stein gemeißelt, aber der Wechsel bedeutet einen gewissen Aufwand. Grundsätzlich sollte die Rechtform auf die Bedürfnisse eines Fintech-Startups zugeschnitten sein, denn schließlich steckt sie die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen ab und nicht zuletzt ist es auch eine Kostenfrage. Finanzen spielen also bei der Entscheidung für eine passende Rechtsform eine wichtig Rolle. Personengesellschaften wie GbR oder OHG sind zwar ohne Stammkapital sehr einfach an den Start zu bringen, dafür haften die Partner mit ihrem gesamten Privatvermögen. Recht überschaubar und meist die bessere Wahl für Fintechs ist zum Beispiel die Gründung einer GmbH. Sie ist eine juristische Person mit den Gründern als Gesellschafter und haftet mit Ihrem Stammkapital, das mindestens 25.000 Euro betragen muss. Die Gesellschafter haften in der Regel nicht persönlich. Interessant kann auch eine UG als kleine Schwester der GmbH sein oder eine Limited, die mit einem Sitz der Muttergesellschaft in der EU in Deutschland anerkannt ist. Vorteil: Beide Rechtsformen erfordern geringeres Stammkapital als die GmbH. Für größere Vorhaben, vor allem wenn das Fintech-Startup schnell wächst, ist auch die AG eine Option.

Tipp 5: Genehmigungen und Anmeldungen rechtzeitig beantragen

Startups sollten die Hauptaufmerksamkeit auf Produkt und Kunden richten. Doch das beste Produkt wird gefährdet, wenn man das Tagesgeschäft nicht im Griff hat. Dazu zählt auch eine ganze Menge Verwaltungsarbeit. Das sind viele Aufgaben, die jedes Startup erledigen muss, etwa die Anmeldung beim Finanzamt, Handelsregistereinträge, Buchführung, Umsatzsteuer und mehr. Doch speziell für Fintechs gibt es noch weitere Regulierungen, die man auf dem Schirm haben sollte und bei denen man auch immer auf dem neuesten Stand sein muss. Beispiel PSD2: Die zweite Payment Service Directive tritt Anfang 2018 in Kraft und kann für Anbieter alternativer Bezahlmethoden große Veränderungen bedeuten. Ein Finanzdienst, der eine Zahlung auf Anfrage des Endnutzers automatisiert durchführen kann und dabei Daten sammelt und übermittelt, braucht eine PSD2-Lizenz der nationalen Finanzaufsichtsbehörde. Für die Ausgabe von E-Geld ist eine weitere spezielle Lizenz nötig.

(1) forbes.com/sites/neilpatel/2015/01/16/90-of-startups-will-fail-heres-what-you-need-to-know-about-the-10/#915f29c66792
(2) cbinsights.com/blog/startup-failure-reasons-top
(3) crosscard.com/de/solution/crosscard-expense

 

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