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Was können Gründer von Matratzen-Start-ups lernen?

Bild: © congerdesign, pixabay.de

Matratzen-Start-ups beweisen, dass man eine gute Idee, ein Gespür für Trends, gutes Marketing und nicht zuletzt ein gutes Produkt und guten Service haben muss, um erfolgreich zu sein. Jeder Gründer weiß: Das ist leichter gesagt als umgesetzt. Und doch kann man von dem Matratzen-Geschäftsmodell einiges lernen. Wir stellen es vor und zeigen, wie Matratzen angesagte Lifestyle-Produkte werden konnten.

Service, Service, Service

In der heutigen Zeit, in der für viele Berufstätige die Erholung zunehmend das Nachsehen gegenüber einer umfassenden Erreichbarkeit hat, treffen Produkte für einen guten Schlaf den Nerv der Zeit. Doch die stressgeplagten Menschen des 21. Jahrhunderts kaufen ihre Matratzen mit Bedacht: Sie wählen das Produkt sorgfältig aus, soll es doch jahrelang einen guten und gesunden Schlaf ermöglichen. Online-Anbieter von Matratzen stehen bei dieser Ausgangslage vor enormen Chancen – aber auch vor einigen Herausforderungen. Auf der einen Seite können sie durch den Wegfall eines teuren Filialnetzes enorme Kosten einsparen, die sie direkt als Rabatt an die Kunden weitergeben können. Auf der anderen Seite müssen sie die Distanz zum Kunden durch den verstärkten Aufbau von Vertrauen wettmachen – erst recht bei einem Produkt wie einer Matratze, die ausgiebig ausprobiert werden will. Dazu kommt, dass Matratzen sehr sperrig sind, weshalb der Versand und eine mögliche Rückgabe so einfach wie möglich vonstattengehen müssen.

Wie überwinden die Unternehmen diese Hürden? Am Beispiel von eve und der hauseigenen Matratze lässt sich das gut veranschaulichen: Der Anbieter ermöglicht nach Angaben auf seiner Website das Probeliegen der Matratze für 100 Tage, sichert 10 Jahre Garantie und einen kostenlosen Versand beziehungsweise die kostenfreie Abholung zu, falls die Matratze nicht den Erwartungen entsprechen sollte. Das ist vorbildlicher Service und wird so oder sehr ähnlich auch von der Konkurrenz praktiziert – und das mit Erfolg. Da keine Zwischenhändler im Spiel sind, können die Start-ups die Matratzen sogar meist günstiger als bei der Offline-Konkurrenz anbieten.

Vom Low-Interest-Produkt mit gutem Marketing zum Lifestyle-Hit

Darüber hinaus ist auch gutes Marketing gefragt – denn der Konkurrenzdruck unter den Matratzen-Start-ups ist hoch. Die Start-ups haben es – so konstatiert das Handelsblatt – geschafft, die ehemals als Low-Interest-Produkt abgeschriebene Matratze „zu einem coolen Lifestyle-Produkt“ zu machen. Sie bedienen zudem die große Nachfrage nach Produkten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Dieser Trend ist vor allem in der Lebensmittel- und Wellnessindustrie sehr stark präsent. Doch zu einem gesunden Leben gehören neben Essen und Trinken eben auch Ruhe, Schlaf und Erholung. Die Start-ups haben damit nicht zuletzt ein in der schnellen und wirtschaftlich hart umkämpften Onlinewelt so wichtiges Gespür für Trends bewiesen.

Wie läuft die Finanzierung?

Stellt sich zu guter Letzt nur die Frage, wie sich solche Start-ups finanzieren. Schließlich sollen die Matratzen jeweils in eigener Herstellung gefertigt sein – und das in vielen Fällen sogar „Made in Germany“. Um bei dem Beispiel eve zu bleiben: Nach der Gründung 2015 in London konnte das deutsch-britische Unternehmen schnell 17 Millionen Pfund von Investoren (etwa DN Capital und Octopus Venture) einwerben. Im Mai 2017 stand dann der nächste Finanzierungsschritt an: Das Unternehmen ging an die Börse und konnte beim IPO an der Londoner Börse AIM umgerechnet 41 Millionen Euro (35 Millionen Pfund) einnehmen. Die Einnahmen sollen – hier schließt sich der Kreis – vor allem in weitere Marketing-Maßnahmen fließen. Das Ziel jedenfalls ist klar definiert: Nachdem im vergangenen Jahr ein Umsatz von rund 12 Millionen Pfund (14 Millionen Euro) generiert wurde, peilt das Unternehmen in diesem Jahr bereits 45,5 Millionen Euro an.

 

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