Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem zu. Details ansehen

Können Computerspiele die Leistungsfähigkeit fördern?

Bild: @ PIX1861, pixabay

Das Image von Computerspielen hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Spezielle Lernspiele für Schulkinder helfen beispielsweise dabei, dass diese besser lernen, üben und sich Inhalte behalten. Lange galten actionreichere Spiele jedoch als schädlich für die Entwicklung. Mittlerweile ist Gaming allerdings in fast allen Schichten der Gesellschaft angekommen. Forscherinnen und Forscher haben sich deshalb die Frage gestellt, ob Action-Spiele tatsächlich schädlich sind. Dabei fanden sie heraus, dass diese für die kognitiven Fähigkeiten sogar förderlich sein können. Bedeutet das, dass man täglich spielen sollte, um mit den Denkleistungen seiner Videospiel-affinen Kolleginnen und Kollegen mithalten zu können?

Action und Denksport

Laut einer Studie von C. Shawn Green und Aaron R. Seitz sind die positiven Nebeneffekte von Video- und Online-Spielen von der Machart des Spiels abhängig. Action-Games mit einem komplexen Setting, in dem man schnell bewegliche Ziele treffen, zwischen wichtigen und unwichtigen Elementen unterscheiden und sowohl den Fokus auf Details richten als auch das Gesamtbild im Blick behalten muss, haben laut der Studie den größten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Bei den verbesserten Fähigkeiten geht es sowohl um die optische Wahrnehmung als auch um Multi-Tasking- und Konzentrationsfähigkeiten. Die Aufmerksamkeitsspanne wird durch diese Spiele allerdings nicht vergrößert.

Denkspiele, wie man sie auf dieser Seite findet, gehören zu den offensichtlicheren Beispielen für Games, die positive Auswirkungen auf die Denkleistung haben können. Dabei werden bestimmte Aufgabentypen trainiert: Einige Spiele verbessern das Allgemeinwissen, andere fördern Kenntnisse im Kopfrechnen und wieder andere in logischem Denken. Bei diesen gezielt entwickelten Denkspielen ist es allerdings wichtig, dass sie einen unterhaltenden Aufbau haben, der das Spielerlebnis verbessert und nicht von der eigentlichen Aufgabe ablenkt. Solche Denkspiele können beispielsweise das Kurzzeitgedächtnis trainieren.

Kostenloses bis teures Vergnügen

In Deutschland spielen 20 Prozent der Bevölkerung mindestens zwei- bis dreimal pro Monat Online-Spiele. Die Umsätze mit Online- und Browsergames beliefen sich hierzulande im Jahr 2015 auf 412 Millionen Euro. Die Einnahmen kommen hauptsächlich durch sogenannte Mikrotransaktionen zustande, also den Erwerb von virtuellen Gütern und Zusatzinhalten durch die Spielenden. Viele der verfügbaren Spiele können dadurch von den Betreibern kostenlos angeboten werden, enthalten aber an bestimmten Stellen eine Bezahloption, etwa um schneller im Spiel weiterzukommen. Hier gilt es zu unterscheiden: Während es bei einigen Spielen kein Fortkommen gibt, ohne etwa bestimmte magische Artikel zu erwerben, sind andere durch kleine Werbevideos finanziert oder kommen ganz ohne Werbung und Bezahlung aus. Nur 145 Millionen Euro der Einnahmen kamen durch Abonnements zustande, also Beträge, die direkt für den Zugang zum kostenpflichtigen Spiel aufgewendet wurden.

Spiele können zur Sucht werden

Für viele Kritiker steht beim Gaming aber auch die Frage nach dem Suchtpotenzial im Raum. Insbesondere wenn das Spiel viele Gratifikationsmomente bietet, kann es zu suchtartigem Spielverhalten führen, erklärt der Forscher Kai Müller von der Universität Mainz. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn solche befriedigenden Belohnungsmomente im Privatleben fehlen. Kurz: Gaming allein macht kaum jemanden insgesamt erfolgreicher. Vielmehr muss Gaming ein Teil des Lebens bleiben, der durch andere Aspekte im Privat- und Arbeitsleben ergänzt wird. Ein wichtiger Moment bei der Selbstbeobachtung ist laut Müller die Frage, ob man sich noch frei für oder gegen das Spielen entscheiden kann, oder ob man die Kontrolle über diese Entscheidung verloren hat. In diesem Fall kann beispielsweise eine Verhaltenstherapie helfen, die Kontrolle zurück zu erlangen. Als riskant für suchtgefährdete Spieler gelten vor allem Rollenspiele wie “League of Legends” oder “World of Warcraft”. Wer gelegentlich in seiner Freizeit ein Spiel zockt, hat dadurch jedoch keine Nachteile, sondern kann im besten Fall neben dem Spaß auch noch verbesserte kognitive Fähigkeiten mitnehmen.

 

Gefällt Ihnen unser Engagement und diese Seite? Dann freuen wir uns über ein "Gefällt mir"!

Teilen


Kostenlose Tipps und News auf Twitter, über unsere Facebook-Fanpage oder per Newsletter!

 

Gründerblatt-Service für Sie

Betina Graf-Deveci - Inhaberin von Gründerblatt

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Tipps zur Existenzgründung vor, die wir für Sie im Web – ohne Gewähr – recherchiert haben. Damit Sie gut informiert in Ihre Gründung starten können!

Hinter Gründerblatt selbst steckt ein praxis- erprobtes Netzwerk an Berater/innen, die Sie gerne auch persönlich bei Ihrer Gründung begleiten. Diese Dienstleistung ist kostenpflichtig, kann aber im Rahmen des kfw-Gründercoaching teilweise bis zu 90 % bezuschusst werden.

Mehr zu unserem Beratungsangebot lesen Sie hier:

Sehen Sie sich auch unsere Empfehlung zum Businessplan-Tool an:

Viel Erfolg bei Ihrer Existenzgründung!

Gründerblatt-Newsletter

Kostenfrei alle ein bis zwei Monate

Das könnte Sie interessieren:

Direkt zu den Businessplänen: Businessplan-Sammlung

Schlagworte zu dieser Seite

Bleiben Sie informiert: Gründerblatt-News abonnieren.

ffdm 2005-2018 Internetagentur Fit-für-den-Markt