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Selbstständigkeit im Catering und die nötige Ausstattung

Oft ist das Interesse an einer Selbständigkeit in der Cateringbranche darauf zurückzuführen, dass das Kochen im privaten Umfeld sehr viel Spaß bereitet. Doch auch ausgebildete Köche, Konditoren und Bäckermeister wagen immer häufiger den Schritt in die Selbständigkeit.

Bild: © andreas160578, pixabay.de

Immerhin fallen Caterer nicht unter das Gaststättengesetz und sehen sich daher bei der Gründung mit deutlich weniger Bürokratie konfrontiert. Ganz ohne Vorbereitung geht es jedoch auch hier nicht. Wer sich als Caterer selbständig machen möchte, sollte gründlich recherchieren und erst loslegen, wenn die passende Ausstattung zur Verfügung steht.

Handwerkliche oder nicht-handwerkliche Ausrichtung?

Das eigene Cateringunternehmen müssen Gründer vor dem Start anmelden. Hier genügt eine übliche Gewerbeanmeldung, die weitaus geringere Kosten auf den Plan treten lässt als Konzessionen und Gebühren bei der Eröffnung von Gaststätten. Unerlässlich sind allerdings Fachkenntnisse im Bereich der Lebensmittelhygiene. Nur wer an einer Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz teilgenommen hat, darf andere Menschen gewerblich mit Lebensmitteln versorgen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfiehlt außerdem die Rückfrage bei der örtlichen Kammer und dem Gewerbeamt, um keine notwendigen Genehmigungen zu verpassen.

Bei der Gründung des Unternehmens stellt sich zudem die Frage, ob der Caterer

  • handwerklich
  • oder nicht-handwerklich

vorgeht. Die Unterscheidung ist nahezu selbsterklärend. Ein nicht-handwerklich agierender Caterer veräußert ausschließlich fertige Lebensmittel, sogenannte Convenience-Produkte. Im Gegensatz hierzu bereiten handwerklich arbeitende Caterer ihre Speisen für gewöhnlich selbst zu. In letzterem Fall braucht es selbstverständlich deutlich mehr Ausstattung und eine Küche, die den offiziellen Anforderungen entspricht.

Wer handwerklich tätig ist, sollte außerdem bei der zuständigen Handwerkskammer nachfragen, ob es sich um einen zulassungspflichtigen Bereich handelt. So dürfen beispielsweise nur gelernte Konditoren- oder Bäckermeister Backwaren als Caterer vertreiben. Wer nicht über diese Qualifikation verfügt, benötigt entweder einen ausgebildeten Mitarbeiter oder sollte sich um eine Ausnahmeregelung bemühen.

Die Einrichtung der Küche im Cateringunternehmen

Die Küche bildet das Zentrum des eigenen Cateringunternehmens. Besonders dann, wenn Speisen selbst zubereitet werden, muss sie einigen wichtigen Voraussetzungen entsprechen, um Probleme mit dem Gesundheitsamt und anderen Behörden zu vermeiden.

Das Arbeiten in der heimischen Küche ist keine gute Idee, da die hygienischen Bedingungen in diesem Fall äußerst schwer umsetzbar sind. Mit Fördermitteln für Gründer lassen sich finanzielle Engpässe zu Beginn mildern und die Anschaffung der Erstausstattung fällt leichter. Das Anmieten einer kommerziellen Küche ist ebenfalls eine denkbare Lösung für die ersten Schritte als selbständiger Caterer. Dauerhaft betrachtet geht allerdings nichts über eigene Räumlichkeiten.

Bild: © vika-imperia550, pixabay.de

Ist ein passender Raum mit ausreichend Lager- und Kochfläche gefunden, geht es an die Einrichtung. Hier gilt der Grundsatz: Glatte und abwischbare Flächen sind leicht zu reinigen und daher die wichtigste Voraussetzung für einen hygienischen Betrieb. Das gilt nicht nur für Wände und Boden, sondern auch für die Einrichtungsgegenstände. Arbeitsflächen aus Edelstahl ohne Fugen und Zwischenräume sollten Caterer bevorzugen. Es lohnt sich einen Blick auf die Informationen der Handelskammer Hamburg zu werfen und die Empfehlungen für das Gastgewerbe auf den eigenen Catering-Service zu übertragen.

In der Küche vorhanden sein sollten mindestens:

  • eine Doppelspüle zum Reinigen von Lebensmitteln,
  • ein Bodenablauf für die Entsorgung von Schmutzwasser,
  • ein Handwaschbecken mit Kalt- und Heißwasser sowie Seifenspender,
  • verschiedene Mülleimer,
  • Elektrogeräte wie Herd, Ofen und Kühl- sowie Gefrierschränke,
  • eine solide Belüftungsmöglichkeit
  • sowie Schränke und Tische mit ausreichend Arbeitsfläche.

Bei all diesen Dingen ist es wichtig, dass in der professionellen Küche genügend Bewegungsfreiheit gewährleistet bleibt. Die Beschreibung aller Einrichtungsgegenstände sollte daher durch entsprechende Maße ergänzt sein, wie es unter anderem bei dem Gastroshop Gastro Germany der Fall ist. So kann verhindert werden, dass zu kleine oder zu große Modelle angeschafft werden.

Lebensmittel sicher und hygienisch verarbeiten und ausliefern

Verfügt die Küche über eine solide und hygienische Einrichtung, benötigen Selbständige außerdem passendes Equipment. Von Messern und Fleischklopfern über Pfannen und Töpfe bis hin zu Probierlöffeln, Schalen und Platten sollte die Ausstattung bei der Zubereitung aller geplanten Speisen hilfreich sein. Wärmebehälter für Buffets sind ebenfalls wichtig, um Lebensmittel hygienisch ausliefern und präsentieren zu können.

Was Hygiene bei der Zubereitung und Ausgabe von Lebensmitteln betrifft, ist auch ein spezielles Thermometer hilfreich. Hiermit können Caterer überprüfen, ob zuvor zubereitete Speisen über eine ausreichende Kerntemperatur von wenigstens 65 Grad Celsius verfügen. Gekühlte und leicht verderbliche Speisen wie Cremes und Sahnetorten sollten selbst bei der Auslieferung nicht wärmer als fünf Grad Celsius sein.

Für die Auslieferung genügt zu Beginn ein gewöhnlicher PKW. Mit steigender Auslastung und immer umfangreicheren Aufträgen lohnt sich jedoch auch die Anschaffung eines Vans, um alle Waren schnell und sicher zum Kunden zu bringen.

 

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