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Die Selbstständigkeit und das Risiko einer Verschuldung

Selbstständigkeit ist eine verlockende Option für viele. Mit einem eigenen Unternehmen lässt sich richtig Geld verdienen, leider aber auch richtig Geld verlieren. Rücklagenbildung ist daher das A und O einer erfolgreichen Selbstständigkeit. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, sagt ein altes Sprichwort, viele Neugründer starten jedoch schon verschuldet in die eigene Selbstständigkeit.

Vergleichsweise hohes Risiko

Selbstständige haben ein im Gegensatz zu Arbeitnehmern deutlich höheres Risiko sich zu verschulden. Das hat unterschiedliche Gründe, während sich Arbeitnehmer genau wie Selbstständige in ihrem Privatleben verschulden können, besteht das Risiko bei Selbstständigen auch auf beruflicher Ebene. Kaum ein Gründer kommt beispielsweise ohne einen Kredit für den Start aus, und dieser will zunächst einmal getilgt werden. Im Laufe der Selbstständigkeit lauern weitere Gefahren, deren man sich bewusst sein sollte. Gescheiterte Selbstständigkeit ist zumindest in Deutschland noch immer ein Hauptgrund für Überschuldung.

Kreditfinanziertes Startkapital: Verschuldet starten

Kreditfinanziertes Startkapital bedeutet immer ein gewisses Risiko, dennoch kommen die wenigsten ohne einen solchen Startkredit aus. Diesen zu erhalten ist dabei gar nicht mal einfach, die Banken und Kreditinstitute wissen genau, welches Risiko in einer Gründung liegt und möchten sich daher so gut es geht gegen einen Kreditausfall absichern. Wenn der ersehnte Kredit dann endlich gewährt ist, gilt es diesen auch schnellstmöglich zurückzubezahlen. Wer die Möglichkeit hat sich das Geld anderswo zu leihen, etwa bei Freunden oder in der Familie, sollte diese Möglichkeit abwägen.

Überbrückungskredite für kurzzeitige Engpässe: Wenn das Geschäft nicht läuft

Immer wieder kann es vorkommen, dass es finanzielle Engpässe innerhalb der Selbstständigkeit gibt. Falsche Kalkulation, ausbleibende Aufträge, Kunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlen, die Möglichkeiten sind vielfältig. Oft bleibt in einer solchen Phase nichts anderes übrig, als einen Überbrückungskredit aufzunehmen um die laufenden kosten zumindest bezahlen zu können. Kommt es dann nicht zu einem Aufschwung, kann es schwierig werden den Kredit fristgerecht zurückzuzahlen. Überbrückungskredite sind ein gefährliches Unterfangen, wenn nicht absehbar ist, dass der finanzielle Engpass auf absehbare Zeit endet. Im schlimmsten Fall entwickelt sich so eine Schuldenfalle und man muss Insolvenz beantragen. Bevor es aber so weit kommt, sollte man sich, sobald man merkt, dass man sich überschuldet hat, professionelle Hilfe besorgen. Nicht immer ist eine Überschuldung das Ende der Selbstständigkeit. Nähere Informationen zu Schuldnerberatung (auch für Selbstständige) findet man hier.

Was sind die häufigsten Gründe für eine Insolvenz bei Selbstständigen?

Selbstverständlich sind die Ursachen für eine Insolvenz vielfältig, so auch bei Selbstständigen. Dennoch lassen sich drei Hauptgründe erkennen. Zunächst einmal sind es äußere Umstände wie Kunden, welche nicht zahlen oder / und selbst zahlungsunfähig sind. Weiterhin sind familiäre Umstände oft ein Grund für Insolvenzanmeldung von Selbstständigen. Oft leidet nicht nur das Unternehmen in der Anfangszeit, sondern gerade die Familie muss zurückstecken. Neben psychischen Problemen und Konflikten kann das auch eine Erkrankung oder Ähnliches innerhalb der Familie sein. Letztlich sind es in vielen Fällen auch einfach Fehler in der Unternehmensführung, die dazu führen, dass das Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig ist.

Risiko stets minimieren

Eine Existenzgründung erfolgt in den meisten Fällen nicht spontan, sondern mehr oder weniger gut überlegt. Meistens vergeht eine gewisse Zeit, bis aus einer Idee eine ernstzunehmende Geschäftsidee wird. Je kleiner man dabei anfängt, desto geringer ist das Risiko einer Existenzgründung. Laufende Kosten wie Büroräume oder Mitarbeiterkosten sollten am Anfang nicht zu hoch ausfallen. Es ist immer möglich sich bei erfolgreicher Geschäftsentwicklung zu vergrößern. Unter Umständen kann man den Start in die Selbstständigkeit zunächst auch als Nebenjob beginnen und das Risiko so minimieren. Teure unnötige Anschaffung sollten in jedem Fall zunächst vermieden werden bis klar wird, wie sich das Geschäft entwickelt. Eine gewisse Durststrecke müssen die meisten Gründer hinter sich bringen.

Risiko sollte nicht abschrecken

Nicht immer ist man als Selbständiger Schuld an der eigenen Verschuldung. In vielen Fällen werden rote Zahlen geschrieben, weil Kunden ihre Rechnungen nicht oder nicht rechtzeitig bezahlen. Insbesondere kleinere Unternehmen können so schnell in eine Verschuldung rutschen. Hier kann es hilfreich sein, kompetenten Rechtsbeistand zurate zu ziehen, um seine Forderungen geltend zu machen. Gegen zahlungsunwillige Kunden kann man sich nicht absichern und gerade in der Anfangsphase der Selbstständigkeit kann man es sich in der Regel nicht erlauben Aufträge abzulehnen. Weiterhin kommt es oft dazu, dass Steuerschulden anfallen, weil man sich nicht intensiv genau mit den steuerrechtlichen Aspekten auseinandergesetzt hat.

Nichtsdestotrotz soll das Risiko einer Verschuldung nicht dazu führen, dass angehende Gründer abgeschreckt und von ihrem Vorhaben abgebracht werden. Viel mehr sollte dieser Umstand dazu führen, sich als Gründer intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Je genauer man sich mit den Herausforderungen der Selbstständigkeit auseinandersetzt, desto besser kann man im Vorhinein vermeiden, sich unnötig zu verschulden. Rücklagen zu bilden ist die beste Möglichkeit sich vor finanziellen Unwägbarkeiten zu schützen.

 

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