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Steuern sparen – mit diesen 5 Tipps das Portemonnaie entlasten

Der Verdienst von Selbstständigen schwankt. Wie ein Einkommensvergleich aus dem Jahr 2014 in der Zeit aufzeigt, gibt es sowohl zahlreiche Selbstständige, die gut verdienen, als auch solche, die nicht einmal auf den Mindestlohn für Angestellte kommen. Vor allem am Anfang einer selbstständigen Tätigkeit müssen viele Personen längere Durststrecken überwinden. Bei manchen nehmen diese zunächst kein Ende, sodass zusätzlich zum eigenen Verdienst staatliche Unterstützung notwendig ist.

Auf der anderen Seite haben Selbstständige besondere Möglichkeiten, Geld einzusparen, zum Beispiel bei ihrer Steuererklärung. Die Freiräume sind hier deutlich größer als bei Angestellten. Wer geschickt ist, kann daraus einen wichtigen Vorteil ziehen. Dafür ist es allerdings von zentraler Bedeutung, zu wissen, wie sich das eigene Portemonnaie entlasten lässt. Zu diesem Zweck sind im Folgenden 5 Tipps aufgelistet.

Bild: © stevepb (CCO-Lizenz) / pixabay.com
Die Steuererklärung bedeutet gerade für Selbständige oftmals viel Rechnerei -
doch dies lässt sich mitunter vereinfachen, indem man beispielsweise eine Steuer-Software verwendet.

Das Homeoffice steuerlich absetzen

Viele Selbstständige arbeiten in den eigenen vier Wänden, entweder weil sie kein Geld für ein Büro ausgeben möchten oder weil sie gerne zu Hause tätig sind. Die Kosten dafür lassen sich von der Steuer absetzen, allerdings in unterschiedlichem Umfang. Selbstständige, bei denen das Homeoffice Mittelpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit ist, können die betreffenden Kosten in vollem Umfang absetzen.

Zu den Ausgaben, die sich berücksichtigen lassen, gehören diejenigen für:

  • Beruflich genutzte Ausstattungsgegenstände wie Schreibtischstuhl und Leselampe
  • Miete
  • Strom
  • Heizung

Während sich Erstere in voller Höhe absetzen lassen, gilt das für die Nebenkosten nicht. Schließlich fallen diese in der Regel für die gesamte Wohnung an. Deshalb können Selbstständige nur einen Teil davon geltend machen. Basis dafür ist der Anteil der Fläche des Arbeitszimmers an der Gesamtfläche der Wohnung. Insgesamt berücksichtigt das Finanzamt Kosten von bis zu 1.250 Euro. Dafür müssen diese natürlich entsprechend nachgewiesen werden.

Tipp: Mit einer Steuer-Software wie Smartsteuer lassen sich viele Steuervorfälle optimieren. Entsprechende Programme erinnern den Steuerpflichtigen daran, alle Absetzungsmöglichkeiten zu nutzen.

Kundenbewirtung

Zum beruflichen Alltag vieler Selbstständiger gehört es, mit Kunden bzw. Geschäftspartnern in ein Café oder ein Restaurant zu gehen und dort beispielsweise anstehende Projekte zu besprechen – bei entsprechender Bewirtung. Auch die teils stattlichen Ausgaben, die auf diese Art zusammenkommen, lassen sich bei der Steuer berücksichtigen. Dabei gilt:

  • Die Vorsteuer wird zu 100 Prozent berücksichtigt.
  • Die entstehenden Kosten selbst lassen sich zu 70 Prozent absetzen.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Bewirtungsbeleg. Eine konventionelle Quittung genügt nicht. Auf diesem Beleg sind Ort und Anlass des Zusammentreffens sowie die Namen der beteiligten Personen aufzuführen. Auch die Speisen und Getränke müssen einzeln aufgeführt sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Finanzamt Bewirtungsbelege wegen „Formfehlern“ wieder zurückweist. Es lohnt sich also, an dieser Stelle besonders aufzupassen.

Abschreibungen

Abschreibungen sind ein vielversprechendes Mittel, über die Jahre hinweg kontinuierlich Steuern zu sparen. Sie betreffen die vielfältigsten Wirtschaftsgüter, die zu beruflichen Zwecken eingesetzt werden, vom Computer über den Laptop bis hin zu einem beruflich genutzten Fahrzeug.

Ganz unkompliziert ist die Sache allerdings nicht. Denn je nachdem, um welchen Gegenstand es sich handelt, gelten andere Vorschriften für die Abschreibung. Das betrifft vor allem die Absetzungsfristen. So muss ein Laptop über drei Jahre hinweg abgeschrieben werden. Bei Möbeln und anderen Gegenständen ist die Frist deutlich länger.

Zu beachten ist außerdem:

  • Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungspreis von 410 Euro (netto) gelten als geringwertige Wirtschaftsgüter und können sofort komplett abgeschrieben werden.
  • Wirtschaftsgüter, die sich zwischen einem Wert von 150 und 1000 Euro bewegen, können dagegen auch als Sammelposten – mit teilweise vorteilhaften Abschreibungsfristen – geltend gemacht werden. Ob sich dies lohnt, sollte man am besten am Ende eines Jahres entscheiden.

Bild: © hellooly (CCO-Lizenz) / pixabay.com
Auch ein dienstliches Smartphone lässt sich steuerlich abschreiben.
Wie dies geregelt ist, hängt auch vom jeweiligen Wert ab.

Investitionsabzugsbetrag

Eine interessante Möglichkeit, schon im Vorhinein anfallende Kosten geltend zu machen, ist der sogenannte Investitionsabzugsbetrag. Dadurch können im Vorhinein 40 Prozent der Anschaffungskosten neuer Wirtschaftsgüter vom Gewinn abgezogen werden. Wie im” § 7 G Einkommenssteuergesetz (EStG)”:https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7g.html nachzulesen, ist dies die Voraussetzung dafür, dass bestimmte Größenordnungen des Betriebs nicht überschritten werden – bezüglich des Gewinns oder auch des Betriebsvermögens. Diese fallen je nach Art des Betriebs unterschiedlich aus.

Wichtig: Um einen Investitionsabzugsbetrag geltend zu machen, sind außerdem zwei Dinge zu beachten:

  • Die Anschaffung sollte letzten Endes tatsächlich getätigt und entsprechend nachgewiesen werden. Andernfalls werden teure Zinsen fällig.
  • Es ist außerdem notwendig, die betreffenden Wirtschaftsgüter möglichst genau zu beschreiben (nur „Möbel“ oder „elektronische Geräte“ genügt nicht).

Dienstreisen

Manch ein Selbstständiger verbringt nur wenig Zeit in seinem eigenen Arbeitszimmer bzw. Büro. Das ist mit Kosten verbunden – angefangen bei den Fahrtkosten bis hin zu einem Verpflegungsmehraufwand und Ausgaben für die Unterkunft.

Die gute Nachricht: Auch diese Kosten können abgesetzt werden, zumindest teilweise.

Allerdings wird es auch an dieser Stelle etwas kompliziert. Wer häufig auf Dienstreisen geht, sollte sich mit der Thematik etwas genauer auseinandersetzen, um zu wissen, welche Ausgaben wie abgesetzt werden können.

So gilt zum Beispiel:

  • Zwischen ein- und mehrtägigen Dienstreisen wird seit Kurzem unterschieden. Je nachdem gelten unterschiedliche Pauschalbeträge.
  • Unterschiedliche Umsatzsteuersätze sind zu berücksichtigen (bei Übernachtungen fallen in der Regel nur 7 statt 19 Prozent an). Deshalb sind auch Ausgaben für Serviceleistungen wie Kofferträger gesondert nachzuweisen.
  • Statt den tatsächlichen Verpflegungskosten können nur festgelegte Beträge geltend gemacht werden.

Voraussetzung dafür, um überhaupt Ausgaben für Dienstreisen steuerlich geltend machen zu können, ist außerdem natürlich, dass es sich um einen eindeutig beruflich veranlassten Trip handelt. Auch dafür verlangt das Finanzamt in aller Regel schlüssige Nachweise.

Fazit

Ein möglichst umfangreiches Wissen über Möglichkeiten, Steuern zu sparen, zahlt sich für Selbstständige besonders aus. Wer sich hier eingehend informiert, kann sein Portemonnaie spürbar entlasten. Das kostet zwar Zeit, ist aber am Ende des Jahres den Aufwand wert. Unerlässlich in diesem Zusammenhang ist ein disziplinierter und ordentlicher Umgang mit Nachweisen, wie Quittungen. Fehlen diese oder listen sie die entsprechenden Ausgaben nicht ordnungsgemäß auf, so ist die Chance vertan, die eigene Steuerlast zu drücken – in der Regel unwiderruflich.

 

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