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Steuertipps für Selbständige beim Firmenwagen

Selbstständige haben einen viel größeren steuerlichen Gestaltungsspielraum als Arbeitnehmer. Sie dürfen ihren eigenen Pkw betrieblich nutzen und die Fahrzeugkosten steuerlich geltend machen. Die meisten Selbstständigen sind auf einen Firmenwagen angewiesen und nutzen diesen täglich. Die Art der Nutzung entscheidet darüber, ob der Pkw zum Privat- oder Betriebsvermögen gehört.

Bild: CC0 Creative Commons, pixabay

Privatvermögen oder Betriebsvermögen?

Nutzen Selbstständige ihren Pkw für mindestens 50 % der betrieblichen Fahrten, zählt das Fahrzeug zum betrieblichen Vermögen. In einem solchen Fall können sie alle Kosten für den Pkw vollständig als betriebliche Ausgaben geltend machen. Nutzen die Selbstständigen den Pkw zusätzlich für private Fahrten, müssen sie sich für eine geeignete Besteuerung entscheiden.

Handelt es sich um einen neu gekauften Pkw, wird dieser über einen Zeitraum von 6 Jahren abgeschrieben. Ist der Selbstständige ein Existenzgründer, kann er seinen privaten PKW durch eine Einlage seinem betrieblichen Vermögen zuordnen und das Fahrzeug abschreiben.

Wird der PKW weniger als 50 % betrieblich genutzt, zählt er zum privaten Vermögen. In diesem Fall müssen die Selbstständigen ein lückenloses Fahrtenbuch führen und dort alle betrieblichen Fahrten eintragen. Die Daten im Fahrtenbuch sind die Grundlage für die Berechnung der Betriebskosten des PKWs. 

Fahrtenbuch oder 1 Prozent Methode?

Nutzen Selbstständige ihren Firmenwagen für private Zwecke, ist dies ein geldwerter Vorteil. Gemäß den deutschen Gesetzen müssen die Selbstständigen in einem solchen Fall Einkommensteuer zahlen. Das Finanzamt stellt den Selbstständigen zwei Methoden zur Verfügung. Mit diesen lässt sich der geldwerte Vorteil durch die Nutzung des Firmenwagens ermitteln. Die 1. Variante ist das Fahrtenbuch. Möchte ein Selbstständiger nicht pauschal besteuert werden, muss er ein lückenloses Fahrtenbuch führen. Anhand der eingetragenen Daten (gefahrene Strecken) lässt sich der genaue Anteil einer privaten Nutzung ermitteln und für die spätere Besteuerung zugrunde legen.

Bei der 2. Variante kommt die „1 Prozent Regelung“ zum Einsatz. Der Neupreis des Firmenwagens dient als Basis für diese Regelung. Monatlich wird genau ein Prozent des Wertes als geldwerter Vorteil gerechnet. Die Strecke vom Wohnort zur Arbeitsstelle spielt ebenfalls eine Rolle. Die jeweilige Entfernung wird mit 0,03 % des Neupreises multipliziert und anschließend monatlich als geldwerter Vorteil angerechnet. Pro gefahrenen Kilometer kommt eine Entfernungspauschale in Höhe von 30 Cent zum Einsatz. Auch nachgekaufte Original-Autoteile wie z.B. von www.teileshop.de lassen sich von der Steuer absetzen: Je mehr die betriebliche Nutzung, desto mehr kann man absetzen.

Beispiel für die Berechnung: 

Der betrieblich genutzte PKW hat einen Neupreis von 30.000 Euro. Die täglich zurückgelegte Fahrtstrecke von der Wohnung zur Arbeitsstelle beträgt 30 Kilometer. In diesem Fall ergibt sich für den Selbstständigen ein geldwerter Vorteil durch den Pkw in Höhe von 435 Euro. Diesen Betrag muss er versteuern.

 

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