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Informationen zum Targeting – Die Formen im Überblick

Bild: @ 15299, pixabay

Das zielgruppenorientierte Einblenden von Werbung innerhalb von Applikationen und Internetseiten wird im Rahmen des Online Marketings als Targeting bezeichnet und gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Zeiten, wo Verbraucher von Werbung geradezu bombardiert werden und als Folge dessen Werbeblindheit entwickelt haben, sind Unternehmen gezwungen ihre Werbemaßnahmen zu optimieren und besser auf die gewünschte Zielgruppe abzustimmen. Umso präziser die Zielgruppe definiert wird, desto geringer die Streuverluste und desto besser die Chancen auf erfolgreiche Werbung. Targeting avanciert zu einem wertvollen Marketinginstrument, auf das ein Unternehmer heute nicht mehr verzichten kann. Welche Targeting-Formen es gibt, erfahren Sie nachfolgend.

Formen des Targeting

So vielfältig die Werbebranche ist, so facettenreich ist das Targeting. Generell wird zwischen sechs Formen unterschieden:

  1. Content-Targeting
  2. Semantisches Targeting
  3. Behavioral Targeting
  4. Predictive-Behavioral Targeting
  5. Social-Media-Targeting
  6. Re-Targeting

Content-Targeting

Wird Werbung innerhalb eines passenden Rahmens geschaltet, ist die Rede vom Content Targeting. Ein Beispiel wäre ein Werbebanner zum Thema Küchenmaschinen auf einem Onlinemagazin für Küchengeräte. Content Targeting ist die Grundform des Marketinginstruments.

Semantisches Targeting

Das Semantische Targeting geht einen Schritt weiter. Hier wird die eingeblendete Werbung nicht nur auf das grobe Thema einer Webseite oder sonstigen Plattformen angepasst, sondern individuell auf das Userverhalten eingegangen. Um beim genannten Beispiel des Onlinemagazins für Küchengeräte zu bleiben: Schaut sich ein Verbraucher bei Standmixern um, werden keine allgemeinen Banner zu Küchenmaschinen angezeigt, sondern konkret Standmixer präsentiert. Beim Online-Targeting kommen hierfür Cookies zum Einsatz. Zur Werbeanpassung werden diese ausgelesen, analysiert und anhand der gewonnenen Daten Werbung ausgewählt. Auf dem Internetportal Onlinemarketing Praxis werden die Vorzüge des Semantischen Targetings verständlich zusammengefasst: „Anstelle der groben Belegung einzelner Websites, Keywords oder Rubriken werden für den Werbetreibenden einzelne, thematisch exakt passende Websites selektiert. Somit entstehen kaum Streuverluste und der User erhält die Werbebotschaft exakt zum Zeitpunkt der Beschäftigung mit dem entsprechenden Thema.“

Behavioral Targeting

Beim Behavioral Targeting handelt es sich um eine Weiterentwicklung aus Content und Semantischem Targeting. Nachdem technische Daten analysiert und für die Gestaltung der Werbung genutzt wurden, berücksichtigt das Behavioral Targeting zusätzliche Merkmale, die Rückschlüsse auf das Kaufverhalten geben. Derartige Merkmale können installierte Plug-Ins sein. Darüber hinaus erfolgt die geographische Einordnung von Usern über die IP-Adresse. Mit Hilfe aller gesammelten User-Daten entsteht ein interessantes Verhaltensprofil. Mit Behavioral Targeting können langfristige Verbraucherinteressen in die Werbestrategie einbezogen werden. Um Informationen zum potenziellen Kaufverhalten von Verbrauchern zu erheben, spielt die Marktforschung eine wesentliche Rolle. Mit entsprechenden Forschungsmaßnahmen können kostbare Userdaten gesammelt werden, um ein komplexes Konsumentenprofil zu erstellen, das wiederum im Rahmen des Behavioral Targeting von großer Bedeutung ist. Diesbezüglich ist das Marktforschungstool von appinio erwähnenswert, welches nach eigenen Angaben das derzeit schnellste seiner Art darstellt. Das Tool erlaubt es eine Zielgruppe individuell nach sozio-demographischen Kriterien zu definieren und über Umfragen ein valides Feedback zu generieren. Über Online-Befragungen der gewünschten Zielgruppen mit derartigen Tools avanciert die Marktforschung zu einem komfortablen Marketingwerkzeug.

Predictive-Behavioral Targeting

Wer noch tiefer in die Materie eindringen möchte, greift auf das Predictive-Behavioral Targeting zurück. Die User-spezifischen Daten, die beim Behavioral Targeting bereits ein umfangreiches Konsumentenbild zulassen, werden beim Predictive-Behavioral Targeting durch statistische Daten abgerundet. Ziel dieser Targeting-Form besteht darin, das Nutzerverhalten vorherzusagen. Werbung lässt sich basierend darauf noch zielgruppengenauer und spezifischer entwickeln.

Social-Media-Targeting

Mit dem Social-Media-Targeting wird das umfangreiche Portfolio des Marketinginstruments abgerundet. Hierbei handelt es sich um die neueste Variante der Zielgruppenansprache. Die Identifikation von Zielgruppen ist dank der Kombination aller Targeting-Formen am detailliertesten. Nutzer von Social Media Netzwerken profitieren davon, da sie ausschließlich für ihren Bedarf relevante Werbung sehen. Das erste große Netzwerk in der Social Media Branche, das eine eigene Targeting-Technologie für das Social-Media-Targeting nutzt, ist Facebook. Die Einblendung von optimal personalisierter und damit zielgerichteter Werbung wird damit innerhalb des sozialen Netzwerks realisierbar.

Bild: @ FirmBee, pixabay

Neben Facebook bietet Twitter die Möglichkeit über Twitter Ads zielgruppengenaue Werbekampagnen zu erstellen. Im Rahmen der Kampagnenerstellung können Anwender mit verschiedenen Targeting-Einstellungen die Zielgruppe exakt bestimmen. Vom Geschlecht über die Region bis hin zu Interessen und Verhalten reicht das Spektrum der Optionen. Zudem lassen sich maßgeschneiderten Zielgruppen erarbeiten. Wie eine entsprechende Twitterkampagne funktioniert und wie Sie am besten vorgehen, verrät der Ratgeber zum Thema Twitter Advertising auf dem Onlineportal Junge Gründer.

Re-Targeting

Um Kunden, die in Onlineportalen konkret nach Produkten oder Dienstleistungen suchen, passende Werbung einzublenden, kommt das Re-Targeting zum Einsatz. Dabei wird bislang ungenutztes Potenzial effektiv ausgeschöpft. Der technische Hintergrund stimmt dabei mit dem Behavioral Targeting überein. Unternehmen bewerben ein Produkt über einen längeren Zeitraum, um die User zu überzeugen.

Vor- und Nachteile für Verbraucher und Werbende

Targeting hat sowohl für Verbraucher als auch für Werbende Vor- und Nachteile. Welche das sind, wurde in der Tabelle grob erläutert:

  Vorteile Nachteile
Verbraucher – relevante Werbung
- weniger Spam
- Informationen zu interessanten Angeboten
– Daten zu Vorlieben, Neigungen und Verhalten werden gespeichert
- Privatsphäre leidet
- bei gemeinsam genutzten Geräten kommt es zu unerwünschter Werbung
Unternehmen – gezielte Werbung
- höhere Erfolgschancen
- Budgetoptimierung
- Kostensenkung
– markante Datenmengen zum Verwalten und Analysieren
- Datenschutz muss gewährleistet werden

Weiterführende Hinweise und Empfehlungen zur optimalen Anwendung von weiteren Targeting-Formen finden Sie im kostenlosen Ratgeber Whitepaper Location Based Advertisting, der von Experten der Fokusgruppen Mobile und Targeting des Bundesverbands Digitale Wirtschaft e.V. erarbeitet wurde.

 

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