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Das alles gehört in Ihren Businessplan

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Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich selbständig zu machen, kommt um ihn nicht herum: den Businessplan. Und mancher fragt sich: was muss eigentlich alles im Businessplan aufgeführt und beschrieben werden?

Zunächst einmal besteht jeder Businessplan aus einem beschreibenden Textteil und dem Finanzplan.

Während Sie im Finanzplan Ihre Geschäftsidee in Zahlen (Umsätze, Kosten, Gewinn, Kapitalbedarf u.ä.) darstellen, beschreiben Sie im Textteil ausführlich Ihre Geschäftsidee und die konkrete Umsetzung und Ausgestaltung dieser Idee. In unserem Businessplan-Tool finden Sie übrigens eine Anleitung sowie ein Excel-Tool, das Sie im Finanzteil unterstützt.

Zu den einzelnen Bestandteilen des Businessplans zählt:

  • Das Deckblatt, auf dem
    • der Name Ihres geplanten Unternehmens (gerne mit Logo),
    • der Titel, der Ihre Geschäftsidee möglichst treffend (und nicht zu allgemein) beschreibt, und
    • Ihre persönlichen Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse aufgeführt werden.
  • Inhaltsverzeichnis:
    • hier punktet ein gut strukturierter Aufbau,
    • und die Angabe von Seitenzahlen, um das schnelle Auffinden einzelner Inhalte zu erleichtern
  • Die Executive Summary: Die Zusammenfassung ist quasi das Herzstück Ihres Textteils, denn hier bringen Sie auf maximal 2 Seiten kurz aber prägnant die wichtigsten Informationen zu Ihrer Geschäftsidee. Liest der Leser nur diese 2 Seiten, müssen die hier aufgeführten Informationen genügen, um ihn von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen!
    • In die Summary gehört die kurze Darstellung Ihrer Geschäftsidee mit Ihrem Alleinstellungsmerkmal, genauso wie
    • eine kurze Darstellung Ihrer Person und Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen. die Sie für die geplante Selbständigkeit nutzen können.
    • Erwähnen Sie hier auch, wann, wo und mit welcher Rechtsform Sie gründen werden
    • Stellen Sie kurz Ihre Zielgruppe vor, erläutern kurz die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation und zählen die wichtigsten Marketing-Maßnahmen auf.
    • Geben Sie einen kurzen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
    • Abschließend nennen Sie die wichtigsten Eckdaten (geplante Umsätze, notwendige Investitionen, Kapital- und Finanzierungsbedarf, Gewinnerwartung).

Tipp: Schreiben Sie die Summary erst ganz zum Schluss! So können Sie am ehesten diejenigen Informationen aus Ihrem Textteil auswählen, die Ihre Geschäftsidee und deren Umsetzung am besten komprimiert darstellen.


  • Hauptteil: Hier beschreiben Sie in ausführlicher Form Ihr Geschäftskonzept, also Ihre Geschäftsidee sowie alle Maßnahmen, die Sie ergreifen wollen, um diese umzusetzen. Der Umfang Ihres Textteils hängt von der Komplexität Ihres Vorhabens und von der Zielsetzung ab. Möchten Sie lediglich den Gründungszuschuss beantragen, genügen meist schon 15-20 Seiten. Benötigen Sie jedoch ein (größeres) Darlehen können auch 30 und mehr Seiten zusammenkommen.

Inhaltlich wird im Hauptteil auf folgende Punkte eingegangen – wobei Sie weitere Punkte bei Bedarf hinzufügen (oder Punkte weglassen), die Reihenfolge verändern und die einzelnen Themen mehr oder weniger ausführlich abhandeln können:

  • Beschreibung Ihrer Geschäftsidee:
    • Geschäftsmodell und Branche
    • Was genau bieten Sie an (welche Produkte / Dienstleistung)?
    • Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal – das Besondere an Ihrem Angebot (USP)?
    • Gründungsdatum, Standort und Rechtsform
  • Ihr Gründerprofil:
    • Schul- und Berufsausbildung
    • Berufserfahrung, Führungs- und Leitungserfahrung
    • vorhandene Fach- und Branchenkenntnisse (soweit für das Geschäftsvorhaben von Bedeutung), Kaufmännische Kenntnisse
    • Warum möchten Sie sich selbständig machen und eine Firma gründen?
    • Welche Kenntnisse fehlen Ihnen und wie gleichen Sie dies aus?
  • Zielgruppe
    • An wen wenden Sie sich mit Ihrem Angebot? Wer ist Ihre Zielgruppe genau?
    • Welchen Nutzen bringt Ihr Angebot Ihren Kunden?
    • Wo bieten Sie Ihr Angebot an? (Regional, deutschlandweit, weltweit?)
  • Markt und Wettbewerb
    • Wie groß ist das Marktvolumen?
    • Wie groß ist die Nachfrage?
    • Wer sind Ihre Mitbewerber?
    • Wo bieten diese was zu welchen Preisen an? Preisunterschiede?
    • Was machen Sie im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern anders / besser?
  • Marketing und Vertrieb
    • Geplante Marketingmaßnahmen: wie machen Sie sich bekannt?
    • Kosten der geplanten Marketingmaßnahmen
    • Wie erfolgt der Vertrieb?
    • Haben Sie bereits erste Kundenkontakte?
    • Preisgestaltung Ihres Angebots (Preisniveau), geplante Absatzmengen
    • Unternehmensorganisation und Personalbedarf
  • Organisation Ihrer Firma, Hierarchie (Organigramm)
    • Personalbedarf: wie viele Mitarbeiter benötigen Sie wofür? Qualifikation? Lohnmodelle? Arbeitszeiten?
    • Wer kümmert sich um Buchhaltung, Steuern (und Controlling)?
    • Notwendige technische Ausstattung?
    • Bei Produktion und Einkauf: Produktionsmethoden und -abläufe ? Notwendiger Materialeinsatz? Wer sind Ihre Lieferanten? Einkaufskonditionen? Sicherstellung der Lieferfähigkeit?
  • Standortwahl
    • Wo gründen Sie und warum dort?
    • Größe und Ausstattung der Räumlichkeiten
    • Bedingungen an Standort? Müssen behördliche Vorgaben erfüllt werden? Notwendige Ausstattung / Infrastruktur vorhanden?
    • Verkehrsanbindung, auch Erreichbarkeit für Kunden? (Parkplätze?)
    • Sind besondere umweltrechtliche Faktoren zu beachten?
  • Rechtsform, Genehmigungen, Versicherungen
    • Wahl der Rechtsform und warum?
    • Benötigen Sie bestimmte Genehmigungen / Zulassungen / Prüfungen o.ä? Können Sie diese vorweisen?
    • Wie sichern Sie sich ab?
  • Zukunftsaussichten, Chancen und Risiken
    • Zielsetzung: Was wollen Sie wann erreichen?
    • Mit welcher Entwicklung der Branche, der Nachfrage rechnen Sie zukünftig? Erwarten Sie Veränderungen bei der Konkurrenz durch Ihren Markteintritt?
    • Welche besonderen Chancen und Risiken sehen Sie in Ihrem Vorhaben? Wie gehen Sie damit um?
    • Best Case – Worst Case: Was könnte bestenfalls / schlimmstenfalls passieren und wie reagieren Sie darauf?
  • Finanzplan: An dieser Stelle des Businessplans folgt dann der Zahlenteil Ihrer Geschäftsidee, also der Finanzplan, bestehend aus Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung, Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan. Versäumen Sie nicht, Ihrem Leser die Basis Ihrer Berechnungen ebenfalls kurz zu erläutern. Denn: Je besser Ihr Leser Ihre Planung nachvollziehen kann, umso eher können Sie ihn von der Richtigkeit Ihrer Planung überzeugen.
    • Umsatzplanung: Wie haben Sie Ihre Umsätze geplant? Welche Annahmen haben Sie dazu getroffen?
    • Kostenplanung: Mit welchen Kosten in welcher Höhe rechnen Sie und warum? Was sind Ihre wichtigsten Kostenpositionen? Wie werden sich Ihre Kosten zukünftig entwickeln und warum?
    • Investitionsplanung: Welche Investitionen müssen Sie tätigen, welcher Kapitalbedarf errechnet sich daraus? Woher kommt das notwendige Kapital? Wie hoch ist Ihr Finanzierungsbedarf?
    • Wie viel Geld benötigen Sie zur Deckung Ihres Lebensunterhalts?
    • Welche Gewinnerwartung (Rentabilität) haben Sie und wie entwickelt sich Ihre Liquidität. Ist immer genügend Liquidität vorhanden um alle anfallenden Zahlungen zu leisten?
  • Ihr Lebenslauf vervollständigt dann den Businessplan. Jetzt heißt es nur noch, alle Seiten zusammenzuheften und fertig ist Ihr Businessplan!

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