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Erfolgsfaktoren für eine Gründung im Onlinebereich

Deutschland ist kein ausgewiesenes Gründerland. Eine ausgeprägte Gründerszene gibt es hier nicht, aber deutsche Gründer holen langsam auf. Dies betrifft auch und insbesondere den Online-Handel, der zunehmend wächst. Zwar gibt es heute bereits eine Vielzahl von E-Commerce Unternehmen oder Online-Shops. Aber nur wer bessere oder innovativere Leistungen, bessere Preise oder besserer Kundenservice bieten kann, kann sich mit einem Online-Shop vom Wettbewerb abgrenzen und im Markt behaupten.

Nicht jedes Start-up hat die Mittel, enorme Summe in den Aufbau einer Online-Marke zu investieren, auch wenn die Ideen vielleicht durchaus vorhanden sind.

Durch niedrigschwellige technische Modul-Lösungen sind neue Angebote schnell realisierbar. Teure technische Infrastrukturen sind dabei nicht unbedingt notwendig. Eine Gründung im Onlinebereich kann daher auch nebenberuflich zunächst dahingehend getestet werden, ob sie genügend Potenzial für die angestrebte Selbstständigkeit bietet. Dabei geht es zunächst darum, ein sogenanntes MVP (Minimum viable product) zu entwickeln. Dies ist ein Produkt oder eine Dienstleistung, die mit möglichst geringem Aufwand und Kosten implementiert werden kann. Somit kann ohne großes Risiko die Nachfrage getestet werden. Findet das MVP Resonanz im angestrebten (Test)Markt, können sukzessive Weiterentwicklungen und entsprechende Investitionen erfolgen. Dabei sollte natürlich das Kundenfeedback gezielt ausgewertet und entsprechend umgesetzt werden.

So einfach sich diese Vorgehensweise anhört, so schwer kann es in der Praxis sein. Die Zahl der gescheiterten Start-ups im Onlinebereich ist deutlich größer als die der erfolgreichen Online-Gründungen. Es sind meist immer die gleichen Gründe, die zum Scheitern führen:

Der Nachfrage wird überschätzt. Der Markt braucht die Lösungen des Start-ups schlichtweg nicht. Dies führt dazu, dass sich nach dem Launch des Online-Shops herausstellt, dass es keine zahlenden Kunden für das Angebot gibt.

  1. Bevor sich das Angebot im Markt durchsetzen kann, ist das Geld zu Ende. Vielleicht hätte sich das Angebot aber auch nie im Markt durchgesetzt, was wiederum zu Punkt 1 führt.
  2. Geschäftsmodelle im Onlinebereich sind leicht zu kopieren. Das lässt einen Innovationsvorsprung schnell zusammenschmelzen. Wettbewerber sind aufmerksam. Deshalb gilt es, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und technischer Iteration zu schaffen.
  3. Preise spielen im Onlinehandel eine entscheidende Rolle, auch für die eigene Profitabilität. Werden die Preise zu hoch angesetzt, bleiben die Kunden aus. Sind sie zu niedrig, lohnen sich die Investitionen kaum und die Gewinne bleiben aus, was wiederum Investitionen erschwert (sofern keine größeren und geduldigeren Investoren einsteigen).
  4. Unterschiedliche Auffassungen im Gründerteam können die erfolgreiche Gründung erheblich erschweren. Wenn sich die Gründer mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen statt zu ergänzen gegenseitig konterkarieren, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Wege wieder trennen. Dies kann mit einem Verlust von entscheidendem Know-how und einer Existenzgefährdung des Online-Start-ups verbunden sein.

Um die Anfangsinvestitionen gering zu halten, kann es sinnvoll sein, auf eine eigene Entwicklung zu verzichten und stattdessen einen Mietshop zu wählen. Dies sind sog. SaaS-bzw. Cloudservice-Lösungen. Diese kosten nur einen Bruchteil einer Entwicklung eines eigenen Online-Shops und haben zudem den Vorteil, dass sie in der Regel allen rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben bereits entsprechen. Sie sind meist skalierbar, je nach gewünschten Funktionsumfang können bestimmte Module und Anpassungen hinzugebucht werden.

Es gibt also eine Vielzahl von marketingbezogenen, kostenmäßigen, personellen und technischen Gründen, die erfolgskritisch für eine Gründung eines Online-Shop-Geschäftsmodells entscheidend sein können. Jede Gründung, jedes Start-up hat seine eigenen Mechanismen, die ausschlaggebend sein können.

In jedem Fall empfiehlt es sich im Vorfeld einer E-Commerce-Gründung genau zu planen. Ein wichtiges Mittel hierzu stellt der Businessplan dar. Oftmals wird die Erstellung eines Businessplans als notwendiges Übel gesehen, um Geldgeber wie Investoren, Banken, Kooperationspartner oder Förderstellen von der Geschäftsidee zu überzeugen.

Darüber hinaus sollte der Businessplan auch als Instrument zur Überprüfung der eigenen Planungen und Kalkulationen dienen. Ein Businessplan hilft, die Geschäftsidee auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, ob die Idee eines E-Commerce-Shops tatsächlich tragfähig ist. Er stellt eine Art Fahrplan für das Vorhaben dar und erlaubt einen regelmäßigen Abgleich der gesetzten und erreichten Ziele. Bei der Erstellung eines Businessplans kann es hilfreich sein, Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen zu suchen. An bestimmten Lehrstühlen stellt das Verfassen eines Businessplans im Rahmen der Bachelorarbeit oder Masterarbeit den Gegenstand der Abschlussarbeit dar. Wenn dabei nicht nur fiktive Geschäftsmodelle behandelt werden, sondern eine konkrete Gründung im Onlinebereich kann dies für alle Seiten gewinnbringend sein.

 

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