Ein neues Fahrzeug, moderne Maschinen, ein größerer Warenbestand oder die Einrichtung eines Büros: Unternehmerische Vorhaben kosten oft Geld, bevor sie zusätzliche Einnahmen bringen. Wer für solche Ausgaben eine Finanzierung benötigt, kann über den Firmenkreditvergleich von Capitalo verschiedene Angebote und Konditionen prüfen. Ein passender Firmenkredit kann dazu beitragen, notwendige Anschaffungen zu finanzieren und zugleich die vorhandene Liquidität zu schonen.
Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, sollten Sie allerdings genau prüfen, welcher Kredit zu Ihrem Vorhaben passt, welche monatliche Belastung tragbar ist und welche Gesamtkosten auf Ihr Unternehmen zukommen.
Ein Firmenkredit ist für betriebliche Ausgaben bestimmt. Das Geld kann beispielsweise in neue Technik, Fahrzeuge, Geschäftsräume oder die Digitalisierung fließen. Ebenso lässt sich damit ein größerer Auftrag vorfinanzieren. Vielleicht müssen Sie zunächst Material einkaufen oder zusätzliches Personal beschäftigen, während Ihr Kunde die Rechnung erst einige Wochen später bezahlt.
Auch saisonale Schwankungen können einen Finanzierungsbedarf auslösen. Ein Händler bestellt seine Ware Monate vor dem Weihnachtsgeschäft. Ein Gartenbaubetrieb hat im Winter geringere Einnahmen, muss seine laufenden Kosten aber weiterhin begleichen. In solchen Situationen kann ein Kredit einen vorübergehenden Engpass überbrücken.
Wichtig ist, dass der Verwendungszweck klar feststeht. Eine langfristig genutzte Maschine sollte anders finanziert werden als eine kurzfristige Lücke auf dem Geschäftskonto. Wer beide Fälle gleich behandelt, zahlt möglicherweise unnötig hohe Zinsen oder bindet sich länger als sinnvoll.
Nicht jeder Kredit eignet sich für jeden Zweck. Wenn Sie eine größere Anschaffung planen, etwa eine Maschine, ein Fahrzeug oder eine neue technische Ausstattung, bietet sich häufig ein Investitionskredit an. Die Laufzeit kann dabei an die Nutzungsdauer angepasst werden. Eine Maschine, die viele Jahre im Betrieb bleibt, muss also nicht schon nach kurzer Zeit vollständig bezahlt sein.
Anders sieht es bei laufenden Kosten aus. Für Wareneinkäufe, Miete, Gehälter oder eine größere Werbeaktion kommt eher ein Betriebsmittelkredit infrage. Er sorgt dafür, dass das Unternehmen zahlungsfähig bleibt, obwohl das Geld vielleicht erst später wieder hereinkommt.
Für kleinere und kurzfristige Engpässe kann ein Kontokorrentkredit ausreichen. Er ähnelt dem Dispokredit auf einem privaten Girokonto. Die Bank räumt Ihrem Unternehmen einen festen Rahmen ein, bis zu dem das Geschäftskonto überzogen werden darf. Das ist bequem, wenn eine Rechnung früher fällig wird als erwartet oder ein Kunde verspätet zahlt.
Auf Dauer ist diese Lösung allerdings meist teuer. Wenn das Konto ständig im Minus bleibt, steckt oft mehr dahinter als ein kurzfristiger Engpass. Dann sollte geprüft werden, ob ein anderer Kredit günstiger ist oder ob die laufenden Kosten grundsätzlich zu hoch sind.
Der Kredit sollte hoch genug sein, damit das geplante Vorhaben vollständig finanziert werden kann. Wird zu knapp gerechnet, fehlt am Ende vielleicht genau dann Geld, wenn die Maschine geliefert, das Geschäft renoviert oder der Warenbestand bezahlt werden muss. Ein unnötig hoher Kredit ist jedoch ebenfalls keine gute Lösung, denn auch ungenutztes Geld kostet Zinsen.
Rechnen Sie deshalb nicht nur mit dem eigentlichen Kaufpreis. Bei einer Maschine kommen unter Umständen Lieferung, Aufbau, Einweisung und Wartung hinzu. Wer neue Geschäftsräume bezieht, muss neben der Miete vielleicht eine Kaution zahlen, renovieren lassen und Möbel oder technische Geräte anschaffen. Solche Zusatzkosten werden leicht unterschätzt.
Schauen Sie sich außerdem die monatliche Rate ehrlich an. Sie sollte nicht nur in guten Monaten bezahlbar sein. Auch wenn ein wichtiger Kunde später überweist oder die Umsätze vorübergehend zurückgehen, darf die Rückzahlung das Unternehmen nicht sofort unter Druck setzen.
Eine längere Laufzeit macht die Monatsrate meist kleiner, verteuert den Kredit aber insgesamt. Es geht daher nicht darum, auf Biegen und Brechen die niedrigste Rate zu finden. Sinnvoll ist eine Rückzahlung, die zum tatsächlichen Geldfluss des Unternehmens passt und noch etwas Luft für Unvorhergesehenes lässt.
Wer Geld verleiht, möchte nachvollziehen können, wie das Unternehmen die Raten zurückzahlen will. Bei einem bereits bestehenden Betrieb dienen dafür meist aktuelle Geschäftszahlen. Dazu gehören je nach Situation betriebswirtschaftliche Auswertungen, Jahresabschlüsse, Steuerbescheide oder Kontoauszüge. Welche Unterlagen genau verlangt werden, hängt von der Rechtsform, der Kreditsumme und dem jeweiligen Anbieter ab.
Bei einer Neugründung fehlen solche Erfahrungswerte naturgemäß. Dann rückt der Businessplan stärker in den Mittelpunkt. Er sollte klar zeigen, womit Sie Geld verdienen möchten, wer Ihre Kundschaft ist und welche Ausgaben regelmäßig anfallen. Auch die Umsatzplanung muss verständlich und nachvollziehbar sein.
Übertrieben optimistische Zahlen helfen meist nicht weiter. Banken wissen, dass gerade in der Anfangszeit nicht alles glattläuft. Eine vorsichtige Planung wirkt deshalb oft überzeugender als eine Rechnung, in der schon nach wenigen Monaten hohe Gewinne vorausgesetzt werden. Gut ist, wenn Sie erklären können, worauf Ihre Zahlen beruhen und wie Sie reagieren möchten, falls das Geschäft langsamer anläuft als erhofft.
Bereiten Sie sich außerdem darauf vor, Rückfragen zu beantworten. Warum wird die Investition gerade jetzt benötigt? Wie verändert sie Umsatz oder Kosten? Welche Reserven stehen zur Verfügung? Wer sein Vorhaben klar erklären kann, hinterlässt einen besseren Eindruck als jemand, der nur eine Kreditsumme nennt.
Beim Vergleich verschiedener Angebote ist der Zinssatz ein wichtiger Punkt, aber nicht der einzige. Prüfen Sie, welche Gebühren hinzukommen und wie hoch der Gesamtbetrag ist, den Sie über die gesamte Laufzeit zurückzahlen.
Interessant sind auch die Vertragsbedingungen. Sind Sondertilgungen möglich, wenn das Geschäft besser läuft als erwartet? Darf der Kredit vorzeitig vollständig zurückgezahlt werden? Entstehen dafür zusätzliche Kosten? Gibt es Ratenpausen für wirtschaftlich schwächere Monate?
Achten Sie außerdem darauf, welche Sicherheiten verlangt werden. Das können Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien oder Forderungen gegenüber Kunden sein. Bei kleineren Unternehmen fordern Kreditgeber häufig eine persönliche Bürgschaft. Dann haftet der Unternehmer unter Umständen mit seinem Privatvermögen. Eine solche Verpflichtung sollte niemand beiläufig unterschreiben.
Neben klassischen Bankkrediten kommen öffentliche Förderprogramme infrage. Die KfW unterstützt mit dem ERP-Gründerkredit – StartGeld Gründungen und junge Unternehmen in den ersten fünf Jahren. Finanziert werden können sowohl Investitionen als auch laufende Kosten und Betriebsmittel. Beantragt wird der Kredit nicht direkt bei der KfW, sondern über einen Finanzierungspartner, beispielsweise die Hausbank.
Informieren Sie sich früh, möglichst bevor Sie verbindliche Verträge für das geplante Vorhaben abschließen. Welches Programm passt, hängt unter anderem vom Alter und der Größe des Unternehmens sowie vom Verwendungszweck ab. Auch regionale Förderbanken oder Bürgschaftsbanken können eine Rolle spielen, besonders wenn nur wenige Sicherheiten vorhanden sind.
Nicht jede Förderung wird als Kredit vergeben. Das BAFA bezuschusst unter bestimmten Voraussetzungen auch qualifizierte Unternehmensberatungen, etwa zu finanziellen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Fragen. Eine solche Beratung kann beispielsweise helfen, den Kapitalbedarf und die Finanzierungsstruktur realistisch zu planen. Weitere Informationen finden Sie bei der BAFA-Förderung von Unternehmensberatungen für KMU.
Ein Firmenkredit kann dem Unternehmen wichtigen Spielraum verschaffen. Er kann Wachstum ermöglichen, eine dringend benötigte Investition finanzieren oder einen zeitlich begrenzten Engpass abfedern. Er bleibt jedoch eine feste finanzielle Verpflichtung, auch wenn sich das Geschäft nicht wie geplant entwickelt.
Nehmen Sie sich deshalb Zeit für eine ehrliche Kalkulation. Stellen Sie die benötigten Unterlagen vollständig zusammen und vergleichen Sie mehrere Angebote. Je besser Sie den Kapitalbedarf, die Rückzahlung und mögliche Risiken kennen, desto leichter lässt sich beurteilen, ob der Kredit Ihr Unternehmen wirklich voranbringt.

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Businessplan-Tools und Handbücher vor, die wir für Sie im Web – ohne Gewähr – recherchiert haben. Damit Sie gut informiert in Ihre Gründung starten können!
Übersicht über unsere drei Businessplan-Tools
(eines davon kostenlos zum Download)
Hinter Gründerblatt selbst steckt ein praxis- erprobtes Netzwerk an Berater/innen, die Sie gerne auch persönlich bei Ihrer Gründung begleiten. Diese Dienstleistung ist kostenpflichtig, kann aber unter bestimmten Konditionen im Rahmen von geförderten Beratungen bis zu 80 % bezuschusst werden.
Mehr zu unserem Beratungsangebot:
Übrigens: Über die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ des BAFA können Sie sich auch eine professionelle Unterstützung und Beratung unmittelbar nach Ihrer Gründung fördern lassen – so umschiffen Sie die ersten Hürden, die oft zu Beginn einer Selbständigkeit auftreten!
Viel Erfolg mit Ihrer Existenzgründung!