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Interview mit Firmengründer: Gründung eines Online-Shops im Bereich Hubtechnik

Online-Shop hubtechnik24.de


Infos zum Interviewpartner:
Michael Seibold, Gründer und Inhaber von Trading EU GmbH
Gründungsjahr: 2005
Branche: Logistik, Flurförderzeuge, Hebezeuge
Website: www.hubtechnik24.de

Bild: © Michael Seibold, Inhaber von Hubtechnik24.de

Herr Seibold, bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vor.

Hallo, mein Name ist Michael Seibold. Ich bin 28 Jahre alt und Inhaber der Trading EU GmbH. Trading EU spezialisiert sich auf Betriebsbedarf. Über unseren Onlineshop Hubtechnik24.de verkaufen wir Hubwagen sowie Werkstatt- und Lagertechnik an Kunden aus B2B und B2C in ganz Europa. Aktuell machen wir die meisten Geschäfte in Deutschland. Unser Firmensitz befindet sich im oberbayerischen Bockhorn nahe Erding. Ich beschäftige inzwischen bereits 23 Mitarbeiter, die sich auf 6 Abteilungen verteilen.

Welche Vision steckt hinter hubtechnik24.de?

Wir wollen den Kunden hochwertige Produkte zum bestmöglichen Preis anbieten.

Wann und warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte schon sehr früh Unternehmer werden und gründete Trading EU im Jahr 2005. Da war ich erst fünfzehn Jahre alt, aber ich hatte damals schon genug Wissen und Selbstvertrauen gesammelt, um mir diesen großen Schritt zuzutrauen. Die Praxiserfahrungen sammelte ich, indem ich einem Bekannten meiner Eltern helfen durfte: Für seinen Handel mit Motorräder-Restposten brauchte er Hilfe für die Geschäftsabwicklungen auf Ebay. Zum damaligen Zeitpunkt war ich 13 und lernte in den zwei Folgejahren die vielfältigen Tätigkeiten eines Produktmanagers kennen. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem das Erfassen von Artikeln, das Erstellen von Produktbeschreibungen und Fotos und das Einstellen der Auktionen auf Ebay. Irgendwann sagte ich mir “das kannst du auch”. Das war dann die Geburtsstunde von Trading EU.

Mit welchen Fallstricken waren Sie bei der Unternehmensgründung und in Ihrer ersten Zeit als Jungunternehmer konfrontiert?

Zunächst stand mit das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) entgegen. Mit 15 Jahren war ich leider nur beschränkt geschäftsfähig, deswegen musste meine Großmutter aushelfen. Sie wurde zur Geschäftsführerin der Firma ernannt. Altersbedingt kamen noch weitere Herausforderungen: Anfänglich war es schwer als seriöser Geschäftspartner akzeptiert zu werden. Ich war damals im Teenageralter und kämpfte mit dem Stimmbruch, als ich mit anderen Unternehmen Rabatte aushandeln musste. Schon bald brachten mir meine Umsatzzahlen und die gute Zusammenarbeit mit Lieferanten und Geschäftspartnern erste Erfolge ein. Heute bin ich selbst der Geschäftsführer der Trading EU GmbH.

Was hätten Sie aus heutiger Sicht anders gemacht?

Einige Geschäfte schloss ich zu leichtfertig ab und musste dafür einen hohen Preis bezahlen. Diese Misserfolge hatte ich, als das Unternehmen noch klein war. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Existenzgründerinnen und Existenzgründer unbedingt konstruktiv mit Fehlern umgehen und aus diesen lernen.

Mit welchen Herausforderungen und Geschäftsrisiken sind Sie momentan konfrontiert?

In der Wachstumsphase eines jungen Unternehmens beschäftigen mich vor allem die Themen Priorisierung und Kommunikation. Mit der Unternehmensgröße steigt die Anzahl der Stakeholder, die alle ihre eigenen Interessen realisieren möchten. Eine Prioritätensetzung nach den Grundsätzen “niedrig, mittel, hoch” brachte uns wenig Erfolg, weil diese Einstufung zu einseitig ist. Wir setzen stattdessen auf eine Kombination aus Aufwand und Nutzen. Jede Aufgabe muss für den Stakeholder einen direkten und/oder indirekten Nutzen haben. Das macht es leichter, Aufgabenstellungen zu priorisieren, wenngleich die Vorbereitung einen größeren Aufwand erfordert. Zudem ist es wichtig, eine funktionierende Kommunikations- und Informationskultur zu entwickeln, um die Anzahl der Meetings zu reduzieren. In einem dynamischen Unternehmen wie Trading EU gibt es fortlaufend Anpassungen, die wir den zuständigen Mitarbeitern übermitteln müssen, den anderen Teammitgliedern aber vorenthalten können. In solchen Fällen bietet Asana eine wertvolle Hilfestellung.

Welche Unternehmensgrundsätze haben für Sie oberste Priorität?

Ich bemühe mich darum, Prozesse effizient zu gestalten und zu automatisieren, sofern es die Situation erlaubt und es sinnvoll ist. Oftmals handle ich nach dem Pareto-Prinzip und der Lean-Startup-Theorie. Dies entspricht einem wesentlichen Alleinstellungsmerkmal von Trading EU, das darin besteht, qualitativ hochwertige Produkte zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Wie motivieren Sie sich, all Ihre Energie in Ihr Unternehmen zu stecken?

Ich sehe, dass ich meine Vision verwirklichen kann – das treibt mich an! Wenn ich zusammen mit meinen großartigen Mitarbeitern dafür sorgen kann, dass für unsere Kunden der Kauf von Betriebsbedarf zu einem positiven, ja sogar emotionalen Erlebnis wird, macht mich das glücklich und motiviert mich weiterzumachen. Zudem lerne ich gern von meinen Mitarbeitern Neues dazu und gebe auch umgekehrt mein Wissen weiter, was mich zufrieden macht und für den nächsten Tag motiviert.

Wie kommen neue Produkte in Ihr Sortiment?

Der einfache Weg sind Komplementärprodukte zu bereits im Shop erhältlichen Artikeln, Angebote, die mir Lieferanten machen, Messeangebote oder auch Anfragen von Kunden, die ein bestimmtes Produkt suchen. Häufig entdecke ich aber auch durch Aufmerksamkeit im Alltag Produktarten, die ich in mein Sortiment aufnehmen möchte. Beispielsweise, wenn mir Konkurrenzprodukte zu minderwertig oder zu teuer vorkommen. Das möchte ich dann besser machen.

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