Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem zu. Details ansehen

Künstlersozialkasse: Versicherung für Freiberufler und Selbstständige

Bild: © Tumisu, pixabay.de

Wer sich in Deutschland selbstständig machen will, muss die Kosten für die Krankenversicherung sowie die Rentenversicherungsbeiträge im Gegensatz zu Beschäftigten im Angestelltenverhältnis selbst tragen. Diese können vor allem für Freiberufler und Neueinsteiger in die Selbstständigkeit sowie junge Unternehmen, die noch vergleichsweise geringe Einkünfte aufweisen, unproportional hoch ausfallen. Da bleibt oftmals wenig finanzieller Spielraum für wichtige Anschaffungen, Weiterbildungen oder etwa SAP-Dienstleister. Einige Berufsbereiche jedoch fallen in die Zuständigkeit der Künstlersozialkasse, die den Arbeitgeberanteil der Abgaben übernimmt.

Was ist die Künstlersozialkasse?

Die Künstlersozialkasse, kurz KSK, ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland. Wie die Künstlersozialversicherung (KSV) auch hat sie den Zweck, freischaffenden Künstlern den Zugang zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung zu gewähren. Wer über die KSK versichert ist, trägt nicht die gesamten Kosten für die Versicherungen, sondern nur den Arbeitnehmeranteil. Auf diese Weise genießen künstlerisch tätige Selbstständige einen ähnlichen Schutz wie Angestellte. Die Künstlersozialkasse ist selbst keine Versicherung und auch kein Leistungsträger, sondern eine Abteilung der Unfallversicherung Bund und Bahn. Die Versicherten bleiben nach Aufnahme in die KSK bei ihrer gewohnten Krankenversicherung, die für alle Leistungen und Abrechnungen zuständig ist. Lediglich die monatlichen Beitragskosten teilen sich der Versicherungsnehmer und die KSK.

Wer kann in die KSK aufgenommen werden?

Als potenzielle Mitglieder der Künstlersozialkasse kommen alle Personen infrage, die freiberuflich in den Bereichen Kunst und Publizistik tätig sind. Darunter fallen unter anderem Berufsgruppen wie Schauspieler, Sänger, Komponisten, Autoren und Lektoren. Wer einen Antrag stellt, um die in KSK aufgenommen zu werden, muss genaue Auskunft über seine berufliche Tätigkeit geben. Nur wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass er hauptberuflich im angegebenen Bereich arbeitet und dabei im Jahr mindestens 3.900 Euro verdient, ist eine Aufnahme möglich. Eine Ausnahme stellen die sogenannten Berufsanfänger: Für die ersten drei Jahre der Selbstständigkeit kann der Antragsteller auch mit einem geringeren Jahreseinkommen Mitglied der KSK werden. Dem Antrag sind außerdem Beweise wie Rechnungen, E-Mail-Verkehr mit Kunden und Auftraggebern oder Verträge beizufügen, die glaubwürdig versichern, dass die betreffende Person tatsächlich im genannten Bereich tätig ist.

Wie setzen sich die monatlichen Beiträge zusammen?

Die KSK fordert alle Mitglieder am Ende eins Kalenderjahres auf, ihr Einkommen für das kommende Jahr zu schätzen. Auf dieser Grundlage wird die Höhe der monatlichen Mitgliedsbeiträge errechnet. Je höher das Einkommen, umso höher fällt auch der zu entrichtende Beitrag aus. Bei Veränderungen des Verdienstes oder Änderungen der persönlichen Verhältnisse, die Auswirkungen auf die Mitgliedschaft in der KSK haben, ist eine entsprechende Mitteilung erforderlich. Weiterführende Informationen zur Künstlersozialkasse, den Anträgen und den Voraussetzungen für die Mitgliedschaft finden Sie hier.

 

Gefällt Ihnen unser Engagement und diese Seite? Dann freuen wir uns über ein "Gefällt mir"!

Kostenlose Tipps und News auf Twitter, über unsere Facebook-Fanpage oder per Newsletter!

 

Gründerblatt-Service für Sie

Betina Graf-Deveci - Inhaberin von Gründerblatt

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Tipps zur Existenzgründung vor, die wir für Sie recherchiert haben. Damit Sie gut informiert in Ihre Gründung starten können!

Hinter Gründerblatt selbst steckt ein praxis- erprobtes Netzwerk an Berater/innen, die Sie gerne auch persönlich bei Ihrer Gründung begleiten. Diese Dienstleistung ist kostenpflichtig, kann aber im Rahmen des kfw-Gründercoaching teilweise bis zu 75 % bezuschusst werden.

Mehr zu unserem Beratungsangebot lesen Sie hier:

Sehen Sie sich auch unsere Empfehlung zum Businessplan-Tool an:

Viel Erfolg bei Ihrer Existenzgründung!

Gründerblatt-Newsletter

Kostenfrei alle ein bis zwei Monate

Das könnte Sie interessieren:

Direkt zu den Businessplänen: Businessplan-Sammlung

Schlagworte zu dieser Seite

Bleiben Sie informiert: Gründerblatt-News abonnieren.

ffdm 2005-2019 Internetagentur Fit-für-den-Markt