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Maschinelles Übersetzen – kann künstliche Intelligenz menschliche Erfahrung schlagen?

In Zeiten der Globalisierung wird die Verständigung untereinander immer wichtiger. Für 330 Millionen Menschen ist Englisch die Muttersprache, mehrere hundert Millionen weitere sprechen ebenfalls Englisch. Obwohl es in vielen Schulen erste Fremdsprache ist, ist es manchmal erstaunlich, wie wenig – vor allem junge – Menschen sich wirklich in dieser Sprache verständigen können.

Bild: © tookapic, pixabay.de

Im Alltag ist das sicherlich weniger ein Problem. Auf Reisen hat man sich früher mit Wörterbüchern beholfen. Heute gibt es jede Menge Apps, die teilweise ohne Internetverbindung funktionieren und so jederzeit für Übersetzungen zur Verfügung stehen. Doch manchmal kommt man mit einzelnen Wörtern nicht weiter, sondern benötigt Hilfe für die Übersetzung komplexer Texte. Für eine Hausarbeit im Studium müssen Passagen eines englischsprachigen Buches übersetzt werden oder für eine Präsentation in der Firma Berichte von Deutschen ins Englische.

Kostenlose Übersetzungen auf Knopfdruck

Für solche Fälle gibt es Google Translate. Der Suchmaschinen-Gigant bietet diesen Service seit 2006, ursprünglich nur für Englisch und Arabisch, kostenlos an und entwickelt ihn immer weiter. Inzwischen beherrscht der Übersetzungsdienst über 100 Sprachen und erkennt die des Ausgangstextes sogar automatisch. Es gibt auch ein Plugin für Googles Internetbrowser Chrome, wodurch sich Webseiten übersetzen lassen.

Seit 2016 nutzt Google für Translate neuronale Netzwerke. Statt jedes Wort einzeln zu übersetzen, werden die Bestandteile eines Satzes im Zusammenhang gesehen, was die Qualität der Übersetzung verbessert hat. Mit künstlicher Intelligenz ist wohl einiges möglich, wie Microsoft Research im Frühjahr 2018 zeigte. Bislang war es unmöglich, maschinell vom Chinesischen ins Englische zu übersetzen – nun scheint auch das keine Hürde mehr zu sein.

Neuronale Netze verbessern maschinelle Übersetzungen

Bei maschinellen Übersetzungen kam man bisher an Google und Microsoft nicht vorbei, wenngleich sich die Texte teilweise noch immer nicht flüssig lesen. Ein Kölner Start-Up hat das mithilfe von neuronalen Netzen und Deep Learning nun perfektioniert. Das Unternehmen DeepL betreibt seit einigen Jahren die Übersetzungssuchmachine Linguee und profitiert nun von mehreren Milliarden Datensätzen, die über diesen Dienst gesammelt wurden.

Zwar ist auch DeepL nicht fehlerfrei und beherrscht erst sieben Sprachen, aber die Übersetzungsqualität vor allem bei langen Sätzen übertrifft die von Google oder Microsoft angeblich um das Dreifache. Das kostenfreie DeepL läuft auf einem Supercomputer in Island und soll eine Million Wörter pro Sekunde schaffen. In Zukunft sollen die Daten per API für App-Entwickler zur Verfügung stehen. Zudem sind weitere Sprachen geplant und ein möglicherweise eine kostenpflichtige Version mit Premiumfunktionen angeboten werden.

Technische und juristische Übersetzen benötigen menschliche Intelligenz

Dennoch gibt es immer noch Fälle, in denen die Erfahrung menschlicher Übersetzer gefordert ist, beispielsweise bei Übersetzungen nach ISO 9001 und ISO 17100. Nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Übersetzungsbranche gibt es Normen und Gütesiegel, die ohne die Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter nicht erreicht werden können. Statt sich auf Kundenrezensionen zu verlassen, können Unternehmen auf der Suche nach einem Übersetzungsdienstleister anhand dieser Normen professionelle Anbieter sofort identifizieren.

Die Erfüllung der ISO-Normen wird alle zwei bis fünf Jahre überprüft. Die hohen Anforderungen an Sprache und Stil, die Verwendung von CAT-Tools und die Einbindung erfahrener Mitarbeiter garantiert eine hochwertige Übersetzung, die in einigen Bereichen absolut notwendig ist. Man denke nur an Handbücher für Maschinen oder Autos, Packungsbeilagen für Medikamente oder juristische Texte – niemand würde hier auf die Idee kommen, mit Google Translate zu übersetzen.

 

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