Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem zu. Details ansehen

Der Mindestlohn 2019 – Was ändert sich?

Seit 1. Januar 2015 gibt es in Deutschland erstmals einen gesetzlich geregelten Mindestlohn. Dieser wurde zunächst auf eine Höhe von 8,50 € festgesetzt. 2017 wurde er bereits zum ersten Mal erhöht – auf 8,84 €. Weitere Erhöhungen für 2019 und 2020 wurden von der Mindestlohnkommission am 26.06.2018 bereits beschlossen. Für Gründer ist die weitere Entwicklung entscheidend, besonders wenn Sie in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigen. Es gilt dann, rechtliche Vorschriften zu beachten und die Lohnerhöhung in der Abrechnung zu berücksichtigen.

Rechtliche Grundlagen zum gesetzlichen Mindestlohn

Als zukünftiger Arbeitgeber sollten Sie die Entwicklung des Mindestlohns immer im Blick behalten, denn: Wenn Sie gegen entsprechende Vorschriften verstoßen, kann das für Sie mit teuren Strafen verbunden sein. Grundsätzlich gilt: Wie viel Sie Ihren Angestellten für ihre Leistungen zahlen, handeln Sie individuell aus. Der entsprechende Lohn je Zeitstunde darf allerding nicht unter dem Mindestlohn liegen. Mehr zahlen dürfen Sie also immer, weniger auf keinen Fall. Aktuell gilt ein Mindestlohn von 8,84 €. Für die kommenden Jahre verhalten sich die Beträge je Zeitstunde wie folgt:

  • Ab 01.01.2019: 9,19 €
  • Ab 01.01.2020: 9,35 €

Die ursprüngliche Planung sah eine regelmäßige Anhebung im 2-Jahres-Rhythmus vor. Nun ist eine Erhöhung bereits im 1-Jahres-Takt vorgesehen. Damit diese gültig werden kann, ist von der Bundesregierung noch eine entsprechende Rechtsverordnung zu verabschieden.

Wichtig: Ihr Mitarbeiter hat immer das Recht, den Mindestlohn einzufordern. Sie müssen diesen dann auch rückwirkend zahlen, wenn Sie ihm bisher weniger bezahlt haben – selbst wenn der Mitarbeiter inzwischen aus Ihrem Unternehmen ausgeschieden ist.

Die Steuern und der gesetzliche Mindestlohn

Bei versicherungspflichtigen Beschäftigungen sind auf den Mindestlohn zum einen Steuern zu bezahlen. Zum anderen fallen Beiträge zur Sozialversicherung an:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

=> Sowohl Steuern als auch Beiträge zur Sozialversicherung führen Sie als Arbeitgeber pauschal ab. Arbeitnehmer zahlen, außer der Rentenversicherung, keine weiteren Beiträge oder Steuern auf den Mindestlohn. Beschäftigen Sie Angestellte in Form eines Minijobs, können diese sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Diesen wird dann der gesamte Mindestlohn ohne Abzüge ausbezahlt.

Der Mindestlohn in der Lohnabrechnung

Bei der Berechnung des Lohns sind zusätzliche Vergütungen zum Grundlohn hinzuzurechnen. Dieser setzt sich dann folgendermaßen zusammen:

  • Bruttolohn je Zeitstunde (entspricht mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn, kann aber ebenso darüber liegen)
  • Vereinbarte Zulagen, beispielsweise für Leitungspositionen
  • Laut Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbarte Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Jahresgratifikationen
  • Vermögenswirksame Leistungen

Ab dem Zeitpunkt, ab dem gesetzlich ein höherer Mindestlohn gilt, müssen Sie diesen bei der Lohnabrechnung Ihrer Mitarbeiter berücksichtigen. Wenn Sie für Ihre Buchhaltung spezielle Software-Programme nutzen, geht das relativ unkompliziert. In diesem Fall muss lediglich der Betrag des Grundlohns im System angepasst werden. Sie sind noch unsicher, ob Sie sich die Buchhaltung selbst zutrauen sollen? Digitale Lohnabrechnungsprogramme können gerade für Einsteiger eine wertvolle Unterstützung sein. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, sollten Sie in diesem umfangreichen Ratgeber rund um Software-Lösungen zur Lohnabrechnung nachlesen. Solche Programme haben insbesondere den Vorteil, dass automatische Updates ohnehin dafür sorgen, dass Ihre Buchhaltung immer auf dem aktuellsten Stand rechtlicher Grundlagen geführt wird. Auf falsche Eingaben werden Sie per Fehlermeldung direkt aufmerksam gemacht und können diese rechtzeitig korrigieren. Das ist insbesondere bei dem sensiblen Thema korrekter Gehaltszahlungen wichtig. Denn zahlen Sie den Mindestlohn nicht, gehen Sie Risiken wie teure Nachzahlungen an Ihre Mitarbeiter oder Sozialversicherungsträger ein. Erfüllen Sie den Tatbestand des Lohnwuchers drohen Ihnen sogar strafrechtliche Konsequenzen.

 

Gefällt Ihnen unser Engagement und diese Seite? Dann freuen wir uns über ein "Gefällt mir"!

Kostenlose Tipps und News auf Twitter, über unsere Facebook-Fanpage oder per Newsletter!

 

Gründerblatt-Service für Sie

Betina Graf-Deveci - Inhaberin von Gründerblatt

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Tipps zur Existenzgründung vor, die wir für Sie recherchiert haben. Damit Sie gut informiert in Ihre Gründung starten können!

Hinter Gründerblatt selbst steckt ein praxis- erprobtes Netzwerk an Berater/innen, die Sie gerne auch persönlich bei Ihrer Gründung begleiten. Diese Dienstleistung ist kostenpflichtig, kann aber im Rahmen des kfw-Gründercoaching teilweise bis zu 75 % bezuschusst werden.

Mehr zu unserem Beratungsangebot lesen Sie hier:

Sehen Sie sich auch unsere Empfehlung zum Businessplan-Tool an:

Viel Erfolg bei Ihrer Existenzgründung!

Gründerblatt-Newsletter

Kostenfrei alle ein bis zwei Monate

Das könnte Sie interessieren:

Direkt zu den Businessplänen: Businessplan-Sammlung

Schlagworte zu dieser Seite

Bleiben Sie informiert: Gründerblatt-News abonnieren.

ffdm 2005-2019 Internetagentur Fit-für-den-Markt