Die Welt des E-Commerce ist so vielseitig wie die Produktwelten, die verkauft werden. Je nach Produkt gilt es, sich die passenden Werkzeuge herauszusuchen, um den Umsatzwunsch zu erfüllen. Dazu muss man nicht unbedingt ein großer Konzern sein. Start-ups können manchmal die gleichen Chancen haben, im Netz vor allem Nischenprodukte erfolgreich zu vermarkten.
Bevor es an die Erstellung einer Marketingstrategie geht, sollte man sich als Start-up besonders intensiv mit der Nische und der Zielgruppe auseinandersetzen. Wer beispielsweise moderne Bügelbretter vermarkten möchte, kann sich auf der einen Seite in die Hotelbranche begeben, in denen schnell Wäsche gebügelt werden muss. Es gibt aber auch eine kleinere Nische mit finanzstarken Kunden. Banker, führende Mitarbeiter von Unternehmen, die immer in Anzug gekleidet sind, legen besonders viel Wert auf faltenfreie Kleidung. Im besten Fall bügelt sich das Hemd selbst, ohne viel Zeit zu investieren. Hier können Start-ups gezielte Kampagnen starten, um diese Zielgruppe zu aktivieren.
Bei anderen Produkten werden Themen wie Nachhaltigkeit, Trendbewusstsein oder modernste Technik wichtig. Je spezieller das Produkt, desto spezieller ist meist auch die Zielgruppe. Eine umfassende Analyse der Marktsituation und eine Erstellung der Buyers Persona, sprich des idealen Käufers, ist für eine erfolgreiche Positionierung entscheidend.
Genauso wichtig wie die Definition der Zielgruppe und der Nische ist die Wahl des Vertriebskanals. Im E-Commerce gibt es unterschiedliche Formen, Produkte anzubieten. Bei direkten Vertriebskanälen handelt es sich beispielsweise um einen eigenen Online-Shop oder eine Verkaufs-App. In diesem Fall hat man als Start-up die volle Kontrolle über die Optik wie Logo, Markenbild und Layout.
Zu den indirekten Verkaufskanälen zählen Online-Marktplätze wie eBay, Amazon oder Etsy. Die Reichweite dieser Plattformen ist besonders groß. Weitere Optionen sind Affiliate-Marketing oder Social-Media-Plattformen. Während das Affiliate-Marketing über Verlinkungen auf Partner-Websites, Blogs und Beiträgen basiert, kann auch auf Social Media mit Werbekampagnen für Aufsehen gesorgt werden. In Deutschland gaben in 2023 rund 57 % der Unternehmen an, Social-Media-Plattformen für Marketingzwecke wie Verbesserung der Markenreichweite, tiefere Kundenbindung, Imagepflege und daraus resultierend die Umsatzsteigerung zu nutzen.
Bei der Analyse der potenziellen Kundinnen und Kunden muss herausgefunden werden, welche Kanäle besonders stark frequentiert werden. Für Geschäftsleute sind wahrscheinlich soziale Netzwerke wie LinkedIn oder Xing wirksamer als TikTok. Selbst die Zeit der Veröffentlichung von Anzeigen kann sich enorm auf den Erfolg einer Werbekampagne auswirken.
Für Nischenprodukte mit exzellenter Qualität lohnen sich Marketingstrategien, die den Aufbau einer Community umfassen. Hierbei wird die Bindung zum Kundenstamm auf einer emotionalen Ebene vertieft. Kunden können untereinander Informationen austauschen, Empfehlungen weitergeben und vieles mehr.
Beim Punkt Influencer-Marketing denkt man oft nur an die bekannten Personen, die mit vielen Millionen Followern auf den sozialen Medien gelistet sind. Für Nischenprodukte ist dies jedoch eher unglaubwürdig. Kleinere Influencer, die über eine hohe Authentizität verfügen, sind besser geeignet. Bei der Form der Kommunikation muss darauf geachtet werden, dass die Sprache mit der Zielgruppe übereinstimmt. Außerdem müssen die Bedürfnisse und Wünsche dieser speziellen Gruppe getroffen werden.
Mit einer detaillierten Recherche und Analyse der Zielgruppe, den passenden Kommunikationskanälen und Marketingmaßnahmen, die bei der Käuferschicht ankommen, können Start-ups erfolgreich die Vermarktung von Nischenprodukten starten. Ein kleines Budget ist bei einer guten Vorarbeit und intelligenten Maßnahmen kein Hindernis, um im Nischenbereich durchzustarten.

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