Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem zu. Details ansehen

Zitatrecht im Internet

Bild: © mit freundlicher Genehmigung von 1001sprueche.com

Das Zitatrecht im Internet ist ein wichtiges Thema für alle, die gerne Textpassagen oder Bilder fremder Websites wiedergeben. Doch wer glaubt, die Zitierfreiheit gibt einem automatisch die Berechtigung, Inhalt nach Lust und Laune zu verwenden, der täuscht sich. Die Zitierfreiheit ist alles andere als unbegrenzt.

Wann ist das Zitieren zulässig?

Es bietet sich an, originelle Sprüche zu zitieren. Gerade im Bereich des Marketings ist das gängige Praxis. Auf der Website www.1001sprueche.com finden sich originelle Sprüche für jeden möglichen Anlass, welche ausdrücklich zum Zweck des Zitierens zur Verfügung gestellt werden. Bei allen anderen Quellen sollten Betreiber einer eigenen Website Vorsicht walten lassen. Das Gesetz regelt sogar sehr streng, in welchen Fällen das wörtliche Übernehmen auch ohne die ausdrückliche Zustimmung des Urhebers zulässig ist und wann nicht. Sind die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllt, so kann es gar zu einer kostspieligen Abmahnung kommen

Laut dem § 51 des Urheberrechtsgesetzes ist die Vervielfältigung fremder Inhalte nur dann offiziell erlaubt, wenn der Umfang der Nutzung durch einen sogenannten besonderen Zweck erforderlich wird. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Zitate zur Erstellung eines ein wissenschaftliches Werks verwendet werden oder Stellen eines fremden Werkes für ein selbstständiges Sprachwerk benutzt werden. Die dritte Möglichkeit: Stellen eines musikalischen Werkes kommen teilweise in einem selbstständigen musikalischen Werk vor.

Diese Inhalte dürfen eingebunden werden

Generell darf alles verwendet werden, was nicht ausdrücklich urheberrechtlich geschützt ist. Allerdings ist es nicht ganz einfach, festzustellen, wann ein Bild oder eine kurze Beschreibung geschützt sind. Werke, deren Schöpfer bereits seit mehr als 70 Jahren tot sind, gelten als gemeinfrei. Hierzu zählen sowohl Texte als auch Bilder oder Musik. Auch amtliche Werke unterliegen keinem speziellen Schutz und dürfen daher ohne Wenn und Aber zitiert werden. In diese Sparte gehören unter anderem Gesetze, Verordnungen, spezielle Erlasse und öffentliche Urteile. Außerdem dürfen historische oder wissenschaftliche Daten ausnahmslos übernommen werden. Hierzu zählen zum Beispiel präzise Daten, Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse. Allerdings darf hier nur der Inhalt übernommen werden, nicht aber die Darstellung selbst. Es ist daher nicht erlaubt, beispielsweise eine Tabelle oder ein Diagramm zu screenshoten und anschließend zu veröffentlichen. Auch die Formulierungen dürfen nicht 1 zu 1 übernommen werden.

Ein weiterer Indikator dafür, dass bei einem Spruch kein Urheberrecht vorliegt ist die persönliche geistige Schöpfung zu analysieren. Bei Sprüchen wie: „Jeder Moment kann der schönste sein, man muss nur wissen, mit wem man ihn teilt“ liegt beispielsweise keine besondere geistige Einsicht vor. Diese Art von Sprichwörtern entstehen aus der Gesellschaft heraus und dürfen nach Lust und Laune verwendet werden. Hier findest du weitere Sprichwörter zum Nachdenken ohne Copyright.

Großzitat oder Kleinzitat?

Das Gesetz unterscheidet zwei Arten von Zitaten. Das sogenannte Großzitat umfasst einen weitreichenden Inhalt: Laut § 51 Nr. 1 UrhG dürfen sogar ganze Werke übernommen werden – allerdings nur, wenn diese der Erläuterung eines neuen wissenschaftlichen Werkes dienen. Kleinzitate werden im § 51 Nr. 2 UrhG geregelt. Hier geht es um die Übernahme einzelner Passagen eines Werkes. In erster Linie wird die Größe eines Zitates an seinem Verhältnis im Vergleich zur Länge des neuen Werkes gemessen. Im World Wide Web gelten zum Beispiel einzelne Bilder oder das Zitat eines mehrzeiligen Gedichts als Kleinzitat. Wenn alle Voraussetzungen des Zitatrechts erfüllt sind, dürfen die kleinen Zitate verwendet werden.

Zitat nicht verändern und Quelle angeben

Bei Zitaten aller Art gilt das sogenannte Änderungsverbot. Dieses besagt, dass weder Bilder noch Texte inhaltlich verändert bzw. bearbeitet werden dürfen – zumindest gelten diese dann nicht mehr als Zitat. Bei Texten ist das sowohl hinsichtlich der Formulierung als auch im Hinblick auf die Grammatik zu berücksichtigen. Bereits sehr kleine Abänderungen sind laut geltendem Zitatrecht unzulässig. Zudem muss bei einem Zitat stets die Quelle angegeben werden.

Abmahnungen

Sind die Voraussetzungen aus dem Zitatrecht nicht erfüllt, so kann das unrechtmäßige Zitieren eines Bildes oder Textes sehr teuer werden. Vor allem Bilder, aber auch kurze Videos, sollten auf keinen Fall ohne ausdrückliche Zustimmung des Urhebers übernommen werden. Wer es dennoch tut – auch, wenn die Bilder vorher bearbeitet werden – dem drohen saftige Geldstrafen in der Folge einer Abmahnung durch einen Anwalt. Hiergegen können sich Betroffene nur selten wehren.

 

Gefällt Ihnen unser Engagement und diese Seite? Dann freuen wir uns über ein "Gefällt mir"!

Kostenlose Tipps und News auf Twitter, über unsere Facebook-Fanpage oder per Newsletter!

 

Gründerblatt-Service für Sie

Betina Graf-Deveci - Inhaberin von Gründerblatt

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Tipps zur Existenzgründung vor, die wir für Sie recherchiert haben. Damit Sie gut informiert in Ihre Gründung starten können!

Hinter Gründerblatt selbst steckt ein praxis- erprobtes Netzwerk an Berater/innen, die Sie gerne auch persönlich bei Ihrer Gründung begleiten. Diese Dienstleistung ist kostenpflichtig, kann aber im Rahmen des kfw-Gründercoaching teilweise bis zu 75 % bezuschusst werden.

Mehr zu unserem Beratungsangebot lesen Sie hier:

Sehen Sie sich auch unsere Empfehlung zum Businessplan-Tool an:

Viel Erfolg bei Ihrer Existenzgründung!

Gründerblatt-Newsletter

Kostenfrei alle ein bis zwei Monate

Das könnte Sie interessieren:

Direkt zu den Businessplänen: Businessplan-Sammlung

Schlagworte zu dieser Seite

Bleiben Sie informiert: Gründerblatt-News abonnieren.

ffdm 2005-2019 Internetagentur Fit-für-den-Markt