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Die Existenzgründung fundiert planen: der Businessplan als zentrales Element

Viele Kleinunternehmer gehen die Geschäftsgründung überstürzt an: Sie haben eine ansprechende Idee und schreiten sofort zur Tat, mieten zum Beispiel ein Ladengeschäft an. Die Erfahrung zeigt, dass solche Gründungen häufig scheitern. Ein systematisches Vorgehen erweist sich als nachhaltiger. Künftige Selbstständige sollten das Geschäftskonzept gründlich durchdenken und einen professionellen Businessplan formulieren.

Die gängigen Fehler bei mangelnder Vorbereitung

Wer auf eine ausführliche Planung verzichtet, gerät häufig bereits in der Anfangsphase in Schwierigkeiten. Manche kümmern sich zum Beispiel nicht um die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen und Auflagen. So müssen Inhaber eines Ladenlokals bauliche Vorgaben erfüllen. Viele denken auch nicht daran, dass zu Beginn die laufenden Kosten die Einnahmen meist übersteigen. Sie haben sich zwar die Finanzierung für die Erstinvestitionen gesichert, aber verfügen über keinen ausreichenden Finanzpuffer. Einige Gründer registrieren zudem erst nach einer gewissen Zeit die zu große Konkurrenz für ihr Angebot. Diese und andere unnötigen Fehler lassen sich mit einer Vorbereitung und einem Businessplan meiden.



Was ein Businessplan nützt



Der wichtigste Zweck eines Geschäftsplans ist, dass sich Gründer beim Formulieren mit allen wichtigen Aspekten auseinandersetzen. Zuerst informieren sie sich, was alles in einen Businessplan gehört. Anhand der Gliederung können sie dann nach und nach die einzelnen Punkte abarbeiten. Dank dieser strukturierten Vorgehensweise übersehen sie nichts und erkennen frühzeitig Mängel. Neben diesem Eigennutzen ist ein guter Businessplan für Finanzierungen bedeutend. Banken fordern einen solchen Plan bei der Kreditvergabe, um ihr finanzielles Risiko beurteilen zu können. Auch die Beantragung staatlicher Fördermittel setzt gewöhnlich einen Geschäftsplan voran.



Das Geschäftskonzept detailliert beschreiben



Gründer sollten sich für das Anfertigen des Businessplans genügend Zeit nehmen. Sie sollten ihn nicht auf die Schnelle zusammenschustern, dass würde die Qualität beeinträchtigen. Das Schreiben sollte ein mehrwöchiger Prozess sein, das bereits Formulierte sollten die Autoren immer wieder hinterfragen. Grundsätzlich gehören in dieses Dokument folgende Aspekte:

  • Geschäftsidee: In diesem Kapitel informieren Gründer über ihr Konzept. Dabei sollten sie sich auf das Besondere, auf die Alleinstellungsmerkmale konzentrieren. Zudem sollten sie deutlich machen, dass die Idee realisierbar ist.
  • Kundennutzen: Dieser Abschnitt hängt mit dem ersten Teil zusammen. Einige Gründer haben eine interessant klingende Idee, denken aber nicht an den Kundennutzen. Eine Geschäftsidee kann nur funktionieren, wenn Nachfrage nach dem Angebot besteht.
  • Konkurrenz: Wer die Zukunftsaussichten eines Unternehmens einschätzen will, muss die Konkurrenzsituation beleuchten. Bei einem Vor-Ort-Geschäft kommt es auf die lokalen Mitbewerber an. Erstens fragt sich, ob existierende Unternehmen die Nachfrage bereits abdecken und ob Raum für eine Neugründung vorhanden ist. Zweitens interessiert, inwieweit sich Gründer von der Konkurrenz absetzen können. Das können zum Beispiel Nischenprodukte, besonders günstige Preise und ansprechende Serviceleistungen sein.
  • Marketing: Die Vermarktung des Angebots beeinflusst den Umsatz stark. Künftige Selbstständige sollten im Businessplan sämtliche Marketingmaßnahmen festhalten. Die Bandbreite reicht vom Dekorieren der Schaufenster über Werbeprospekte bis hin zur Homepage. Sie sollten zusätzlich die Art des Vertriebs erklären.
  • Informationen über die Gründer: Dieses Kapital richtet sich explizit an Kapitalgeber. Die Autoren erläutern, warum sie betriebswirtschaftlich und fachlich für eine Unternehmensgründung geeignet sind. Sie verweisen zum Beispiel auf ihren beruflichen Hintergrund.
  • Rechtliches: Dieser Abschnitt umfasst alle rechtlichen Fragen wie die Rechtsform.

Finanzteil mit realistischen Angaben

Anschließend widmen sich Gründer intensiv den Finanzen und benennen konkrete Zahlen. Bei den Ausgaben listen sie die einmaligen Investitionen sowie die laufenden Kosten penibel auf. Zu den laufenden Ausgaben zählen zum Beispiel die Miete, Löhne, Strom und Versicherungen. Der Zeitraum sollte drei Jahre umfassen. Wissen sie die Höhe bei einzelnen Punkten noch nicht, sollten sie gewissenhaft schätzen. Auf der Einnahmeseite müssen sie aus nachvollziehbaren Gründen auf Prognosen zurückgreifen. Diese sollten sich durch Realismus auszeichnen. Im Finanzteil legen Gründer auch dar, wie sie die Finanzierung stemmen wollen. Sie erwähnen ihr Eigenkapital und die Quellen des Fremdkapitals.

Externe Unterstützung beim Schreiben

Für den Businessplan können Existenzgründer Hilfe in Anspruch nehmen. Sie können ihn sogar komplett von einem Unternehmensberater schreiben lassen, aufgrund hoher Kosten ist das aber nicht die beste Lösung. Alternativ kommen reduzierte Varianten infrage, etwa die Prüfung des fertigen Plans durch einen Experten.

 

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