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Büroformen und Büroausstattung — Worauf kommt es an?

Bild: © rawpixel, pixabay.de

Um bereits kurz nach der Gründung ideale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen, spielt die Einrichtung des Büros eine wichtige Rolle. Viel wurde in den vergangenen Jahren zu den verschiedenen Büroformen und ihren Vor- und Nachteilen geforscht. Doch unter welchem Einfluss sind die Mitarbeiter tatsächlich dazu in der Lage, das höchste Maß an Produktivität an den Tag zu legen?

Die Wünsche der Mitarbeiter

Eine klare Mehrheit der Angestellten in Deutschland hält noch immer zu den Vorteilen des Einzelbüros. Hierbei ist es möglich, von einer geruhsamen Stille zu profitieren, in der klare Gedanken gefasst werden können. Dennoch kann der Kontakt zu anderen Mitarbeitern hergestellt werden, sofern dies erwünscht ist. Erst langsam halten etwa Multifunktionszonen Einzug in deutschen Büros, welche dann als Kombibüro bezeichnet werden.

Noch wichtiger als die Büroform selbst stufen viele Angestellte die Qualität der Einrichtung ein. Vielfach wurde in der Vergangenheit über die Vorteile ergonomischer Möbel diskutiert. Unternehmen können gesundheitsförderliche Arbeits- und Lebensbedingungen am Arbeitsplatz schaffen, sofern sie sich diese Erkenntnisse zu Herzen nehmen. Dabei geht es um weit mehr, als die ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes und den benötigten Ausgleich zum sitzenden Bewegungsmangel.

Dass gesunde und zufriedene Mitarbeiter wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, ist nicht zu bestreiten. Unternehmen, die sich die betriebliche Gesundheitsvorsorge zu Herzen nehmen, profitieren von einem besseren Betriebsklima und geringeren Fehlzeiten ihrer Angestellten. In manchen Bundesländern wird die Vorsorge sogar mit einem steuerlichen Freibetrag von 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr gefördert.

Umfrage des Fraunhofer-Instituts

Doch welche Büroformen herrschen in Deutschland tatsächlich vor? Jüngst widmete sich der Spiegel in einem großen Artikel diesem aktuellen Thema. Basierend auf einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts setzte sich die Erkenntnis durch, dass das Einzelbüro für 33 Prozent der Angestellten in Deutschland die aktuelle Realität darstellt. Weitere 17 Prozent arbeiten in einem Gruppenbüro, welches mit einer Personenzahl von sechs bis zwanzig Angestellten definiert ist.

Die vielen modernen Büroformen, wie sie vor Jahren im Silicon Valley aus der Taufe gehoben wurden, machen im Land noch immer eine deutliche Minderheit aus. Ein flexibles Arbeitsplatzkonzept, bei dem die Angestellten gerade da arbeiten, wo sie sich wohlfühlen, wird nur in vier Prozent der Unternehmen eingesetzt. Auch das Kombibüro, welches neben den klassischen Schreibtischen noch eine Multifunktionszone zu bieten hat, ist bislang eher unterrepräsentiert. Gerade einmal neun Prozent der Angestellten in Deutschland haben diese Möglichkeit selbst zur Verfügung.

Große Chancen im Home Office

Dass die Arbeitsqualität durch die Büroform beeinflusst werden kann, wurde bei den jüngsten Untersuchungen bereits deutlich. Besondere Vorteile scheint jedoch das Home Office zu bieten, welches nur von zwölf Prozent der Angestellten gelegentlich genutzt wird. Damit besteht weiterhin ein deutlicher Rückstand zu anderen EU-Staaten, die seit längerer Zeit sehr erfolgreich auf dieses Konzept setzen. In Schweden hat bereits jeder dritte Angestellte die Möglichkeit zur Verfügung, einen Teil seiner Arbeit im Home Office zu erledigen.

Dass dieses Konzept auch in Deutschland ausgeweitet werden könnte, wird von wenigen Seiten bestritten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht gar davon aus, dass bei vier von zehn Jobs die Heimarbeit eine reale Alternative darstelle. Gesundheit und Wohlbefinden können im häuslichen Rahmen ebenfalls gefördert werden.

Im Schnitt sind Angestellte im Home Office eher dazu bereit, ihre Arbeitszeit zu verlängern. Im Schnitt arbeiteten sie im Rahmen einer großen Studie mehr als 42 Stunden pro Woche. Gleichsam sind sie bei ihrer Arbeit produktiver und fühlen sich von dieser weniger gestresst. Das Bundesarbeitsministerium widmete sich in der Vergangenheit ebenfalls der Frage, wie diese Idee in die Tat umgesetzt werden kann. Eine in Auftrag gegebene Umfrage zeigte, dass sich in Deutschland mehr als 40 Prozent der Angestellten die Chance wünschen, einen Teil der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu erledigen.

Der aktuelle Wandel der Arbeitswelt wird auch vor den gewählten Büroformen nicht Halt machen. Wir können uns darauf einstellen, in den nächsten Jahren ein Fortschreiten dieser Entwicklung zu erleben, welche Angestellten hierzulande neue Flexibilität und besseres Wohlbefinden bescheren könnte.

 

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