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Drucksachen bleiben wichtig

Bild: © insspirito, pixabay.de

So mancher Prophet des digitalen Zeitalters sagte schon in den 1980er-Jahren den Tod der gutenbergschen Druckkunst voraus und das berühmte papierlose Büro schien in greifbare Nähe gerückt. Doch ganz so schnell scheint es nicht zu gehen. Im Gegenteil, die Produktion von Papier wie auch etwa die Fertigung von Broschüren oder anderen Printprodukten hat sich gesteigert. Was ist da passiert?

Es hängt wohl damit zusammen, dass der Mensch eben kein Computer ist. Wir benötigen zur Entscheidungsfindung nicht nur die Ratio, sondern gleichermaßen das Gefühl, das uns durch alle Sinne vermittelt wird. Es sind keineswegs allein die Augen. Das Ablesen von Informationen oder das Betrachten von Bildern und Videos auf einem Bildschirm sind das eine, den gleichen Inhalt dreidimensional zu erfassen ist das andere. Diese sinnliche Wahrnehmung setzt sich üblicherweise aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  1. Haptik
  2. Form
  3. Farbe
  4. Geruch

Dies schließt das ausgedruckte Papier im Büro genauso ein wie die Broschüre bei Verkaufsgesprächen oder zur Kundeninformation in Fachgeschäften. Genau hier finden aber das digitale Zeitalter und die Druckkunst wieder zusammen, denn was heute im Printbereich möglich ist, verdankt die Branche der Erfindung des Computers. So lassen sich etwa bei printnow.de schon Broschüren drucken ab Auflage 1 und dies in brillanter Qualität.
Bietet das Tablet einen Ersatz für Papier?

In seinem handlichen Format von 7-, 8- oder 10-Zoll besitzt das Tablet natürlich Vorteile wie die Abspeicherung und das blitzschnelle Abrufen von Informationen jeglicher Art, auch aus dem Internet. Ebenso lehnt sich seine Haptik und Form an das Papier an. Doch letztlich bleibt es ein Computer und kostet selbst in der einfachsten Ausführung weit mehr als ein Bogen bedruckten Papiers. Das wird sich nicht ändern und dies ist auch gut so. Allein die Vorstellung, ein Tablet wird im Verkauf so günstig, das es Broschüren oder ähnliche Printprodukte aus Papier ersetzen könnte, würde vor allem Mutter Erde mit Schaudern erfüllen, wenn sie dies denn könnte.
Papierrecycling versus Tabletrecycling

In der modernen Papierindustrie ist der Anteil an Recyclingpapier enorm hoch. Viele Produkte werden zu 100 % aus Altpapier gefertigt. Zum Beispiel:

  • Kartons
  • Tageszeitungen
  • Zeitschriften
  • Verpackungspapiere
  • Toilettenpapier
  • Küchentücher
  • Kopierpapier

Der Gesamtanteil an recyceltem Papier zur Fertigung von Zellstoffprodukten beträgt über 70 %. Der Rest aus Frischfasercellulose stammt überwiegend aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Wandert hingegen ein Tablet auf den Schrott, so können daraus nur minimale Bestandteile wiederverwertet werden. Jedes Tablet benötigt zur Fertigung 58 kg Primärressourcen und erzeugt 139 kg schädliche Klimagase. Durch die immer schmaler werdende Bauweise der Tablets kommen Verbundstoffe und Kleber zum Einsatz, die ein Recycling sehr schwer machen.

Vielleicht wird es in Zukunft Folien geben, die so modifiziert sind, dass sich darauf die Inhalte austauschen lassen. Gearbeitet wird daran. Das ändert jedoch nichts am menschlichen Bedürfnis, etwas in der Hand zu halten, es zu fühlen und vielleicht auch zu riechen. Da wird das Papier trotzdem Sieger bleiben, denn seine Vorteile in der Herstellung, aber auch der Nachhaltigkeit, sind unschlagbar.

 

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