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Finanzielle Engpässe in der Selbstständigkeit: Tipps zum Finanzmanagement

Bild von Andreas Lischka auf Pixabay

Selbstständige haben es oftmals nicht leicht. Nachdem die nervenaufreibende Gründung erfolgreich gelungen ist, bleibt zumeist keine Zeit für Verschnaufpausen. Die Unternehmensführung erfordert kontinuierliche Entwicklung. Trotz aller Bemühungen droht vielen Startups nach wenigen Jahren das Aus. Oft sind die Finanzen schuld, an Potenzial mangelt es hingegen nicht. Stattdessen können Steuerfallen und Co. der jungen Unternehmung das Genick brechen. Um finanzielle Durststrecken zu überleben, braucht es alternative Lösungen und eine vorausschauende Geschäftspolitik. Wer nicht vorsorgt, kann verlieren.

Langfristig planen, richtig kalkulieren

Das Aufnehmen von Krediten ist keine Schande. Im Gegenteil: Die meisten Unternehmen würde es nicht geben, wenn sie sich im Bedarfsfall keine Finanzspritze gegönnt hätten. Es ist völlig legitim, dass Erfolg ein gewisses Maß an Investition erfordert. Der Fehler, den viele Existenzgründer/innen machen können, besteht darin, dass der Kreditrahmen zu knapp kalkuliert wird. Der Gedanke, weniger Geld zu leihen, ist zwar lobenswert, kann sich im Geschäftsalltag aber schnell als ungünstig erweisen.

Das Problem: Reichen die finanziellen Mittel nicht, tun sich Kreditinstitute oft schwer, weiteres Fremdkapital bereitzustellen. Selbstständige haben kein geregeltes Einkommen, was das Risiko für die Bank erhöht. Die Folgen des ausbleibenden Kapitals können fatal sein. Deshalb ist es generell wichtig, die Kredithöhe realistisch einzuschätzen und einen finanziellen Puffer einzuplanen.

Auch die Laufzeit ist ein entscheidendes Merkmal mit direktem Einfluss auf die monatlichen Raten. Insbesondere für Selbstständige und alle mit unregelmäßigem Einkommen lohnt sich der Vergleich mit Kreditmarktplätzen wie auxmoney. Dabei handelt es sich um ein Kreditvermittlungsportal, das zwischen privaten Anlegern und Kreditnehmern vermittelt. Das Fremdkapital kommt nicht von Banken, sondern von Privatpersonen. Der bürokratische Aufwand ist gering, Kredithöhe, Laufzeit und Raten lassen sich gleichermaßen individuell gestalten wie die Projektbeschreibung. Die Anfrage für einen sofort Kredit über das Internet ist kostenlos, die Rückmeldung, ob der Kreditwunsch erfüllt wird, folgt bei auxmoney innerhalb von Minuten. Dass derartige Online-Kreditplattformen eine Alternative zur Bank sein können und einen Versuch wert sind, hat Stiftung Warentest 2013 erklärt und rät: „Beschreiben Sie Ihr Projekt auf den Kreditplattformen detailliert. Seien Sie bei der Kreditsumme realistisch.“

Im Bereich Fördermittel machen wir ergänzend auf geförderte KfW-Darlehen, Zuschüsse und Nachgründungsberatungen aufmerksam.

Schnell handeln, statt auf die lange Bank schieben!

Kündigen sich finanzielle Probleme an, ist unmittelbares Reagieren ein Muss. Ob erste Mahnung, ausbleibende Neukunden oder knappe Rücklagen: Umso früher gehandelt wird, desto höher die Chancen, das Unternehmen zu sichern. Womöglich lassen sich mit gezielten Werbemaßnahmen neue Kunden akquirieren, um Umsatzeinbußen auszugleichen? Tipps zum Thema Neukunden hat das Onlinemagazin Karrierebibel in einem umfassenden Ratgeber arrangiert.

Das Geld wird knapp? Dann wird es höchste Zeit, Fremdkapital zu beschaffen. Die Schuldenspirale hat bereits zugeschlagen? Ein seriöser Schuldnerberater kann helfen, die Lage in den Griff zu bekommen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. informiert auf ihrer Internetpräsenz über gemeinnützige Träger und Wohlfahrtsverbände, die eine kostenlose, datensichere und anonyme Online- beziehungsweise E-Mail-Beratung anbieten.

Achtung Steuerfalle!

Steuernachzahlungen bereiten vielen Unternehmern Kopfzerbrechen. Nicht selten sogar schlaflose Nächte, weil die Mittel fehlen, um die Forderungen zu begleichen. In Schwierigkeiten kommen Unternehmen dahingehend häufig, weil Steuern zu Beginn nicht unmittelbar, sondern erst dann fällig werden, wenn gewisse Grenzen für Einkommen oder Umsatz überschritten werden. Selbstständige, die derartige Forderungen nicht einplanen, kommen in Bedrängnis. Um rechtzeitig ausreichend Rücklagen bilden und finanziellen Engpässen vorbeugen zu können, sind hier wesentliche Fakten zusammengestellt:

  • Einkommensteuer: Die Höhe hängt von den Einkünften ab. Ab 9.000 Euro beträgt der Eingangssteuersatz derzeit 14 Prozent. Bei einer Steuerschuld von Minimum 400 Euro jährlich, werden Vorauszahlungen geleistet. Dank Grundfreibetrag (von mehreren Faktoren abhängig) muss Einkommenssteuer erst ab einer gewissen Summe gezahlt werden. Die Einkommensteuer nennt sich bei Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH oder AG) „Körperschaftsteuer“. Hier gibt es keine Grundfreibeträge.
  • Umsatzsteuer: Vorauszahlungen werden nur fällig, wenn die Umsatzsteuerschuld 1.000 Euro pro Jahr übersteigt. Vorauszahlungen pro Quartal fallen bei einer Umsatzsteuerschuld zwischen 1.000 und 7.500 Euro jährlich an. Monatliche Zahlungen folgen ab 7.500 Euro Umsatzsteuerschuld pro Jahr. Bleiben die jährlichen Umsätze unter 17.500 Euro können sich Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreien lassen.
  • Gewerbesteuer: Der Gewerbesteuerfreibetrag beträgt 24.500 Euro jährlich. Geht der Gewinn darüber hinaus, wird Gewerbesteuer quartalsweise fällig. Bei Kapitalgesellschaften gibt es keine Freibeträge. Freiberufler sind von der Gewerbesteuer befreit. Wie der Gewerbesteuermessbetrag und Steuerschuld berechnet wird, erklärt der selbstständige Blogger Peer Wandiger in seinem Blog Selbstständig im Netz.

Jede dieser Steuerarten erfordert eine Steuererklärung. Anhand dessen erstellt das Finanzamt einen Steuerbescheid mit der entsprechenden Steuerschuld. Die kalkulierten Vorauszahlungen geben Unternehmern eine gewisse Planungssicherheit. Am Ende des Jahres wird geprüft, ob die Vorauszahlungen für die Begleichung der Steuerschuld genügen, oder womöglich eine Nachzahlung folgt. Auch Gutschriften sind denkbar.

 

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