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Wann empfiehlt sich die Gründung einer UG

Bild: © StartupStockPhotos, pixabay.de

Bevor Sie sich überhaupt informieren sollten, wie eine Gründung einer UG, funktioniert, ist es zunächst wichtig, sich mit den Vor- bzw. Nachteilen dieser Rechtsform zu befassen. Denn wie bei jeder anderen Rechtsform auch, lässt sich die UG nicht pauschal als „gut“ oder „schlecht“ für Sie einstufen. Daher sollten Sie sich im Folgenden genau mit den Aspekten beschäftigen und für sich selber entscheiden, ob die Gründung einer UG für Sie der richtige Schritt ist.

Wo liegen die Vorteile einer UG?

  • kein Eigenkapital nötig
  • Es besteht keine Haftung mit persönlichem Kapital
  • Die Gründung verläuft schnell und ohne großen Aufwand
  • Auch eine „Ein-Mann-UG“ ist möglich
  • Einzelne Anteile können verkauft werden
  • Wenn der Vertrag dementsprechend angepasst wird, können neue Gesellschafter (Geldgeber) beitreten
  • Bei Bedarf ist zudem eine Umwandlung in eine GmbH möglich
  • Da ein Zwang zur Rücklagenbildung herrscht, sind interne Investitionen interessanter

Wo liegen die Nachteile einer UG?

  • Eine Gewerbesteuer wird fällig
  • Häufig werden Investoren durch die beschränkte Haftung abgeschreckt
  • Gewinne können nicht vollkommen ausgeschüttet werden
  • Es wird eine doppelte Buchführung nötig
  • Die generelle Ausschüttung von Betriebsrenten sowie Gehältern ist recht kompliziert und auch eine Versteuerung ist nötig
  • Alle Abtrennungen von Anteilen sowie sämtliche weitere größere Vorgänge müssen notariell beglaubigt werden
  • Stammeinlagen können nicht in Form von Gegenständen bestehen, sondern müssen immer als Bankguthaben bzw. Bar verfügbar sein
  • Das geringe Stammkapital fühlt schnell zu einer Insolvenz
  • Die öffentliche Wahrnehmung einer UG ist in vielen Branchen schlecht
  • Jegliche Sacheinlagen werden bei der Gründung nicht berücksichtigt

Wann kann eine Gründung einer UG sinnvoll sein?

Grundsätzlich ist eine UG dann interessant, wenn das Unternehmen mit wenig Eigenkapital daher kommt. Denn oftmals ist die größte Hürde, um beispielsweise eine GmbH zu gründen, das Eigenkapital. Wenn man jedoch an seine Idee glaubt und ein paar Tausend Euro besitzt, um ein Unternehmen aufzubauen, dann ist eine UG häufig die richtige Wahl. Besonders häufig findet man daher eine UG im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen sowie in Verbindung mit digitalen Produkten.

Besonders gut funktioniert eine UG im Regelfall, wenn eine einfache Geschäftsidee vorhanden ist. Grund dafür ist, dass denn der Geldfluss im Unternehmen relativ niedrig ist und die erwirtschafteten Einnahmen zum Großteil für die Zahlung von Material, Provision und Gehältern verwendet wird. Zudem sorgt die beschränkte Haftung dafür, dass das Risiko überschaubar bleibt. Daher besteht fast keine Gefahr, in eine Privatinsolvenz zu fallen, solange es nicht zu extrem gravierenden Fehlern bei der Geschäftsführung kommt.

Auch bei Fehlern besteht ein Schutz durch das Stammkapital

Solche Fehler könnten zumeist in der doppelten Buchführung auftreten oder beim Ansparen des Stammkapitals. Diese Prozesse benötigen Zeit, aber dafür auch Sicherheit, um eine Insolvenz zu verhindern. Das Stammkapital sollte mit der Zeit steigen und somit steht mehr Geld zur Verfügung, auf welches sich in schlechten Zeiten zurückgreifen lässt. Sobald einmal 25.000 Euro angespart sein sollten, steht alles weitere zur freien Verfügung, was ebenfalls positiv an der UG ist. Ebenfalls kann eine Transformation in eine GmbH durchführt werden, welche gerade bei gewachsenen Unternehmen häufig bevorzugt wird.

Mittlerweile gibt es zudem Geldgeber, welche auf Unternehmergesellschaften spezialisiert sind und bereit sind, das nötige Geld zu investieren. Zwar muss dann ein Anteil abgegeben werden, jedoch kann diese Geldspritze häufig der nötige Anschub sein, wodurch das Unternehmen rasant anfängt zu wachsen. Es kann sich daher lohnen, die Gründung einer UG in Erwähnung zu ziehen, da diese sehr flexibel ist und gerade für Gründer mit geringem Startkapital eine optimale Lösung darstellen kann.

 

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